Da kommt Bewegung rein!

Heute steigen einige Agraraktien überdurchschnittlich an. Ich weiß, da haben sehr viele Anleger die Nase voll, denn mit den Agrarwerten war in den letzten Monaten nichts zu gewinnen. Aber immer dann, wenn es kaum noch jemand für möglich hält, geht es wieder los. Wer zu spät kommt, den bestraft Miss Börse.

Der Grund, warum es nun für einige Agrarwerte höchstwahrscheinlich wieder aufwärts geht, ist schnell erklärt:

Schuld an allem ist ein Pilz, der Schwarzrost, der Weizenpflanzen befällt und einen Großteil der Ernte vernichten kann.

Quelle: http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/s_img/78/0,6992,7067086-render-L2-,00.jpg

Derzeit wütet der Schwarzrostpilz vor allem in Afrika und im Iran, Experten befürchten jedoch eine weltweite Ausbreitung des Übeltäters.

Wenn der Weizenpreis steigt, dann steigen auch die Agraraktien, also heute Agrium und Yara, K+S (aber auch Syngenta, die u.a. Pflanzenschutzmittel herstellen), sind noch nicht angesprungen, im DAX scheinen ohnehin alle zu schlafen und darauf zu warten, bis er endlich wieder nach unten abdreht, da ist doch keine Zeit, sich mit den Chancen zu befassen (Wie schön wäre es doch, wenn K+S bald wieder im MDAX notieren würde?!).

Die Aktie von Agrium steigt und steigt mit dem Weizenpreis im Einklang. Ich frage mich, wann K+S endlich folgt?!

Interessant?

Das letzte Mal, als der Schwarzrostpilz in den Schlagzeilen war, schrieben wir April 2008! Im Anschluss folgte eine der größten Agraraktienrallies der letzten Jahre!


Wir sich diese Rallye in K+S nun wiederholen?

Dass man nun wieder durch seine Überlegungen an den Börsen Gewinne erzielen kann, beweist, dass die Krise aktuell in den Hintergrund zu treten scheint.

Erfolg:

Leoni (an dieser Stelle erwähnt, siehe letzte Tagebucheinträge) steigt heute weiter, gelingt der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch?

Schön für die durchschnittlich 25 täglichen Leser meines neuen Blogs??

(Da könnte ich ja eigentlich täglich ein paar neue Ideen niederschreiben, als Belohnung gewissermaßen??)

Und wieder hat der DAX zugeschlagen

Angesichts der verheerenden Kursperformance der in den DAX “eingewechselten” Unternehmen (was offiziell noch immer als Aufstieg bezeichnet wird, wobei die Ein- und Auswechslungen mittlerweile im Rhythmus der Amateurligen erfolgen), muss man sich fragen, ob es eigentlich möglich ist, dass sich ein für eine DAX-Aufnahme in Frage kommendes Unternehmen gegen den bevorstehenden Abstieg in den DAX entscheidet, sich also gegen den schon fast “sicheren” drohenden DAX-Kurs-Abstieg zur Wehr setzt, nicht zuletzt im Interesse seiner Aktionäre).

Wie bereits für K+S oder Salzgitter wäre es auch für Heidelberger Cement bzw. alle Aktionäre des Unternehmens die womöglich beste Entscheidung des Jahres gewesen, wenn man verkündet hätte: “DAX- NEIN Danke!”

Leider hoffen Börsianer immer, dass “diesmal alles anders ist”- eine Hoffnung, die sich jedoch nur in den seltensten Fällen erfüllt.

Die Aktie von Heidelberger Cement befindet sich jedenfalls wie ihre “Vorgänger” K+S oder Salzgitter (die den DAX nun zum Glück schon wieder hinter sich haben) im freien DAX-Fall.

Solange sich an diesem negativen Trend nichts ändert, die Deutsche  Börse den DAX also nicht im Griff hat, heißt es für Aktionäre von erstklassigen MDAX-Unternehmen: “Vorsicht, DAX!” Sobald es irgendwo ein Grücht darüber gibt, dass eine DAX-Aufnahme des entsprechenden Unternehmens bevorstehen könnte, sollte man sich von seinen Aktien so schnell wie möglich trennen, denn im DAX geht es dann sehr rasant abwärts. Sicher!

(Demzufolge wäre sogar ein generelles Leerverkaufsverbot für DAX-Aktien gar keine so schlechte Idee, denn ansonsten bliebe es auch in Zukunft die einfachste Möglichkeit, das schnelle Geld an der Börse zu gewinnen, indem man die Aktien der DAX-Neulinge sofort leerverkauft?!)

Kräftige Gegenbewegung

Nach zwei sehr schwachen Wochen gibt es heute eine kräftige Gegenbewegung. Noch ist es jedoch zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Die kommende Woche könnte diese jedoch einläuten, wenn die US-Berichtssaison beginnt und die Ergebnisse besser als erwartet ausfallen sollten. Im letzten Jahr begann nach der Juni-Korrektur eine sehr Gewinn bringende Phase.

Sehr gut präsentieren sich auch heute die Chemiewerte. Am letzten Montag hatte ich auf diese Aktien aufmerksam gemacht:

Wacker Chemie:

Hier gab es heute ein Aufstufung durch die Credit Suisse  von “Underperform” auf “Neutral”. Das Chemieunternehmen profitiere vom momentanen Anstieg der Polysiliziumpreise, Risiken sieht man für die Halbleitersparte des Unternehmens. Das Kursziel wurde von 80,00 auf 106,00 Euro angehoben, die Aktie steigt trotzdem auf ein neues Jahreshoch über 127 €. Morgen wird die Aktie dann bestimmt wieder abverkauft, wie sich das für „unseren Markt“ gehört??

Sehr stark geht es auch für Lanxess heute nach oben:

H&R Wasag wurde als einziger meiner Meinung nach sehr aussichtsreicher Chemiewert heute abverkauft.

Immerhin belegt das Unternehmen den ersten Platz auf der Liste der „wachstumsstärksten“ deutschen Unternehmen von “Börse Online”, auf der sich so klangvolle Namen wie CTS Eventim, Bijou Brigitte und noch einige weitere befinden, denen die Redaktion für die kommenden Jahren das höchste Wachstum zutraut. Einige dieser Aktien konnten seit der letzten Krise von 2000-2003 um bis zu 1000%  zulegen.

Den ITT-Lesern hatte ich heute diese interessanten Aktien in einer Übersicht präsentiert und “meinen Senf” auch noch obendrauf.

Nach der Meldung, wonach Daimler unlängst ein neues Rekordergebnis auf Monatssicht präsentieren konnte, waren heute auch einige Aktien von Autozulieferunternehmen gefragt. Der erwartete Aufschwung der Automobilindustrie basiert auf der Annahme, wonach besonders China, Indien und Brasilien in den kommenden zehn Jahren überdurchschnittlich stark wachsen werden: Auf 1000 Chinesen kommen derzeit 32 Autos, während es in Deutschland 600 sind. Diese Zahlen dürften auch den letzten Zweifler überzeugen, dass dem Auto eine goldene Zukunft bevorsteht.

Was kaum beachtet wird, ist jedoch der Fakt, dass die Infrastruktur Chinas oder Indiens keinerlei Wachstum des Fahrzeugverkehrs mehr zulassen wird, sollte es zu keinem schnellen Ausbau der Verkehrswege, also Straßen, Autobahnen, Brücken, Tunnel usw. kommen. In Großstädten wie Shanghai macht ein privates Auto demzufolge kaum einen Sinn. Folglich würde ich u.a. genau beobachten, wie jene potenziellen “Autowachstumsländer” mit dem Ausbau ihrer Infrastruktur bvorankommen. Die aktuelle Autoeuphorie scheint mir bereits eine Übertreibung zu sein, weshalb ich mich nur auf die besten Werte konzentrieren würde, die auch den nächsten Einbruch in der Autokunjunktur (der so sicher wie das Amen in der Bibel ist) gut überstehen werden.

Unser Beobachtungslistenwert Leoni generierte schon vor einigen Wochen ein Kaufsignal und kann sich seitdem gut behaupten:

Die Fundamentaldaten lassen durchaus Raum für weitere Kurssteigerungen.

Die Beobachtungsliste ist ein Bestandteil meines Premium Dienstes.

Den Vogel schossen jedoch die Solarwerte ab, nachdem SMA Solar heute seine Prognose anhob, was den gesamten Sektor beflügelte. Der in den letzten Monaten hart abgestraften Aktie von Roth&Rau könnte nun eine Bodenbildung gelingen?

Nachdem die letzten Aufträge aus Indien den Kurs nur kurzfristig beflügelten, scheint Miss Börse nun doch “bessere Zeiten” einzupreisen.  Vielleicht gelingt jetzt der Turn Around auch für den Aktienkurs, nachdem das Unternehmen fundamental ganz bestimmt das Schlimmste erst einmal hinter sich haben dürfte.

Dark Cross: Folgt nun ein Crash wie zuletzt 2008?

Vor einem Jahr hatte ich auf das so genannte „Golden Cross“ hingewiesen.

http://aktientagebuch.blog.de/2009/06/25/boersenkrise-beendet-6391968/

Dieses „Signal“ ist für die Aktienmärkte als sehr bullish zu werten, da es statistisch gesehen seit 1928 einen Anstieg des S&P 500 von 9,6% in den darauffolgenden 12 Monaten gegeben hat. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass „Golden Crosses“ nach einer Rezession im Schnitt sogar einen Anstieg des S&P 500 von durchschnittlich 19,5% ankündigten.

Das „Golden Cross“ ist nichts Anderes, als dass die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von unten nach oben durchbricht und sich über der 200-Tage-Linie halten kann.

Nun, tatsächlich ist der S&P 500 seit dem letzten „Golden Cross“ um 22,4% angestiegen. Das Signal war also erneut ein sehr guter Indikator.

Doch nun könnte Schlimmes drohen, denn aktuell durchbricht die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie erneut, nur diesmal in die andere Richtung, also nach unten.

Dieses Signal wird als “Dark Cross” bezeichnet, also „dunkles Kreuz“ und ist auch als „Kreuz des Todes“, „Kuss des Todes“ usw. bekannt.

Das letzte „Dark“ Cross markierten die 50- und 200-Tage-Linien  im Dezember des Jahres 2007. Was folgte, wird wohl jedem noch in schmerzlicher Erinnerung sein, nämlich eine der verlustreichsten Börsenkorrekturen seit den 1920er Jahren.

Man hätte doch nur dem Signal folgen sollen und alles verkaufen, die Verluste des Jahres 2008 hätte man sich auf diese Weise erspart (oder man wäre sofort short gegangen, dann hätte man noch hohe Gewinne in Puts erzielt). Ja, hinterher ist man immer sehr schlau.

Aber bekanntlich ist Börse nicht so einfach, wie sich das Einige denken oder es sogar WISSEN wollen oder vorgeben, das zu tun (bekanntlich gibt es auch tausende Anhänger der 200-Tage-Märchen-Theorie, wonach man eine Aktie einfach verkauft, wenn jene die 200-Tage-Linie nach unten durchbricht und zurückkauft, wenn sie wieder darüber angestiegen ist. Statistisch gibt es jedoch keinerlei Bestätigung, dass irgendjemand an der Börse eine bessere Performance erzielt hätte, der nach der 200-Tage-Linie handelte- im Gegenteil, wenn man die Transaktionskosten einrechnet, ist er sogar langfristig im Nachteil gegenüber demjenigen, der sich nie um die 200-Tage-Linie kümmerte.)

Doch zurück zum jüngsten „Weltuntergangssignal“:

Die Befürchtungen der Börsianer sind nun logischerweise die, dass es auch diesmal nach dem jüngsten „Dark Cross“ im S&P 500 zu einem kräftigen Einbruch des S&P wie zuletzt 2008 kommen könne.

Wenn man jedoch die Statistik zu Rate zieht, kommt man zu dem Ergebnis, dass dem Dark Cross im Anschluss ein durchschnittlicher ANSTIEG des S&P 500 von 2,4% in den darauffolgenden 12 Monaten folgte, also nichts mit einem „sicheren“ Verkaufssignal, dem man nur zu folgen braucht und im Anschluss auf der Insel der Glückseligen abwarten kann, bis der Kelch vorübergegangen sein wird.

Ein Beispiel dafür, dass einem Dark Cross sogar ein kräftiger Anstieg des S&P 500 folgte, ist das Jahr 2004:

Im August 2004 markierte der S&P sein Jahrestief bei 1063 Punkten, im Anschluss wurde das „Dark Cross“ markiert, bevor unmittelbar der sehr Gewinn bringende Anstieg des S&P auf 1210 bis Ende des Jahres einsetzte.

Fazit: Das Dark Cross sollte sich als Fehlsignal herausstellen, wer ihm folgte und alles verkaufte, verpasste ca. 20% Kursgewinne. Hinterher waren alle wieder einmal schlauer!!

Fazit: Gleitende Durchschnitte, goldene oder dunkle Kreuze können uns den weiteren Verlauf der Kurse nicht vorhersagen. Jede Linie, jeder Indikator spiegelt nur Eines wider; nämlich das- was gewesen ist, also die Vergangenheit. Da sich jedoch die meisten Verhaltensmuster der „Masse“ wiederholen (Gier und Panik sind die Triebkräfte der Geldanlage), kann die Charttechnik durchaus EIN Mittel sein, das man nutzen sollte, um an den Märkten „bessere“ Entscheidungen zu treffen.

Da wir die Zukunft also nicht vorhersehen können, bleibt uns nichts Besseres übrig, als die Vergangenheit genau zu analysieren, unsere Schlüsse aus dieser zu ziehen, um auf Zukünftiges zumindest vorbereitet zu sein bzw. die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Das kann durchaus dazu führen, dass man es lernt, sich von der verhängnisvollen Panik, aber auch Euphorie weitestgehend fernzuhalten und letztlich an den Märkten „Gewinn bringendere “ Entscheidungen treffen kann.

Für die aktuelle Börsensituation heißt das meiner Meinung nach immer noch, dass sie dem Jahr 2004 gleicht und es folglich eine berechtigte Hoffnung darauf gibt, dass die Indizes wie 2004 am Jahresende höher als aktuell stehen werden. Zumindest die Statistik ist auf der Seite der Bullen!

Das spendet Trost

Wenn man in einem negativen Marktumfeld Werte in seinem Depot hält, die sich von den Märkten abkoppeln können und weiter steigen, dann ist das der beste Trost, den man erhalten kann:

Edwards Lifescieces steigt heute auf ein neues Allzeithoch:

Im ITT sind wir hier aktuell investiert. Möchten Sie dabei sein?

Anmeldungen zum Internationalen Trend Trading Depot sind hier möglich:

www.aktientagebuch.eu/trading.html

oder hier: https://www.aktientagebuchblog.de/anmeldung-zum-internationalen-trend-trading-depot

Tesla kaufen?

Es ist unfassbar, was da schon wieder gespielt wird. Die Börse verkommt zu einer reinen Zockerbude, was angesichts eines Dow Jones Standes von vor elf Jahren auch kein Wunder ist, denn hier gibt es nichts zu holen. Wer an der Börse gewinnen möchte, der muss Roulette spielen, also nicht mehr auf irgendwelche fundamentalen Daten schauen, denn diese sind so unwichtig als wollte man das Material der Casinochips analysieren, um zu dem Schluss zu kommen, ob das Spiel erfolgreich oder verlustreich enden würde. Wohin das führt, wissen wir heute: In die Krise. Wenn Märkte nur noch von der Markttechnik bestimmt werden, also alle Casino via Computer spielen, dann kommt genau das heraus, was wir seit der Einführung des Internets erleben mussten: Rallye und Crash wechseln sich in jeder Anlageklasse ab, das Spiel wird unbeherrschbar und steht am Ende  im besten Fall Null zu Null für den Spieler und die Bank hat gewonnen. Computer kaufen und verkaufen WERTE innerhalb von Millisekunden, Fundamentaldaten werden da bewusst missachtet.

So geschehen gestern im Land der unbegrenzten Verschuldung, den USA:

Da steigt eine waschechte „Elektroautoaktie“ an ihrem ersten Handelstag um über 40%.

Auch heute springen einige Spieler auf den fahrenden Zug auf und die Aktie steigt nochmals!

Dabei hat Tesla seit seiner Gründung noch keinen einzigen Cent Gewinn erwirtschaftet und hat das wohl auch nicht vor, denn man wird doch wesentlich einfacher Millionär, indem man an die Börse geht und anderen Spielernaturen eigene Aktien verkauft.

Sollte man die Aktie kaufen?

Nun, Spieler sollten das gestern bereits getan haben.

Wie könnte es mit der Aktie mittelfristig weiter gehen? Da eine seriöse Antwort auf diese Frage nicht möglich ist (Wie viel ist die Aktie eines Unternehmens wert, das keinen Gewinn erwirtschaftet? Null oder null, Komma drei?? Oder doch 30 USD??)

Nun man kann eventuell auf die letzte große „Elektroauto-Story“ blicken; die Aktie von A123 Systems:

Ähnlich wie bei Tesla ging es für die Aktie von A123 Systems an den ersten Handelstagen rasant nach oben.

Die Hasardeure überschlugen sich mit Lobeshymnen auf die goldene Zukunft des Batterieherstellers. Inzwischen ist der Batterie der Strom ausgegangen und sie wurde in den Keller verfrachtet. (Gestern wurde sie erneut ans Licht geholt, Tesla rief sie ins Gedächtnis zurück.)

A123 Systems: Das Elektroauto im Keller, da gehört es auch hin. Und dabei wird A123 Systems von großen Konzernen wie General Electric, aber auch der US-Regierung mit Krediten versorgt, so dass eine Pleite eher unwahrscheinlich ist.

Wenn man sich hierzulande die E-Auto-Werbung RWEs ansieht, kommt man zu dem Schluss, als sei das Elektroauto eine Lachnummer, das Vehikel also nur für Komiker geeignet, die an der Ladesäule ihre elektrischen Fuchsschwänze präsentieren wollen. Dümmer geht nimmer?? Ein Bärendienst, den man der Zukunft da erweist.

Benzin ist flüssig, Erdöl ist dickflüssig und das Elektroauto?? (Überflüssig??)

Nun ja, mit Humor wird das vielleicht noch was oder doch nicht?

Ich bin mir sicher, dass „Elektroautoaktien“ das gleiche Schicksal haben werden wie Internetaktien oder zuletzt die Solaraktien: Die Mehrzahl dieser Papiere wird den Anlegern wie zuletzt mit den Solaraktien erneut hohe Verluste bescheren.

Fazit: Wer mitspielen möchte, kann das tun, aber am Ende gewinnt wie im Casino immer die Bank!

Entwarnung, aber…

Heute gibt es wieder Entwarnung, der befürchtete Bankencrash sollte ausbleiben:

Zitat:

“Händler verwiesen auf die mit Spannung erwartete Zuteilung dreimonatiger Refinanzierungstender der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Summe mit 131,9 Millionen Euro deutlich unter den Erwartungen gelegen habe. ‘Viel Wind um Nichts’, kommentierte der Börsianer die Unruhen der letzten Tage, die am morgigen Donnerstag auslaufende Jahrestender der EZB ausgelöst hatten. Unter den Anlegern hatten sich daraufhin Sorgen um die Refinanzierungsmöglichkeiten europäischer Banken breit gemacht, da diese zur Rückzahlung 442 Milliarden Euro aufbringen müssen.” (Quelle: dpa-afx)

Trotzdem bleibt die Lage angespannt, Rohstoffaktien geben weiter nach:

BHP Billiton fällt und fällt. Das ist ein äußerst schlechtes Zeichen, denn wenn Rohstoffwerte fallen, wartet die mögliche Wirtschaftskrise bereits an der nächsten Ecke. Vorsicht ist weiterhin angesagt, Erholungen des Marktes würde ich zum weiteren Abbau von Positionen nutzen.

Gründe gibt es viele

Wie gewonnen, so zerronnen, kann man heute zu den gestrigen Gewinnen sagen. Ja, hätte ich doch die 4% Kursgewinn in H&R Wasag gestern noch ralisiert. Wie konnte ich denn glauben, dass die Kurse in der schlimmsten Krise seit 1929 weiter steigen werden? Es liegt eben daran, dass ich zwar in jeder Ausgabe meiner Dienste vor dem nächsten Crash warne (der ja auch immer eintrifft, so wie heute), aber ab und zu doch noch einen kleinen Rest von Optimismus in mir habe . Ich denke auch nicht, dass ich mir diesen noch nehmen lassen werde. Selbst wenn ja tatsächlich fast alles sich aktuell wieder wie zuletzt 2008/09 negativ präsentiert.

Warum crashen die Märkte heute?

Liegt es an der heutigen Meldung, wonach sich das chinesische Wirtschaftswachstum abschwächen könnte?

Nun, das ist auszuschließen, da die chinesischen Indizes seit Januar bereits fallen. Das schwächere Wachstum ist also bereits in den Kursen enthalten. Jeder, der einen Blick auf die Indizes im Reich der Mitte geworfen hat, der war auf diese Meldung vorbereitet.

Griechenland ist das Lehman Brothers Ereignis für Europa (und vielleicht sogar für die Weltwirtschaft)

Dass es einen Double Dip, also einen Rückfall in die Rezession geben wird, dürfte den Markt auch nicht mehr heiß machen, denn die vollmundig verkündeten Sparprogramme hierzulande lassen keinen anderen Schluss zu, als dass der Aufschwung von Merkel und Co nun wohl wieder abgewürgt wird, bevor er so richtig begonnen hat. Nachdem Frau Merkel im “Fall Griechenland” so lange mit Hilfsmaßnahmen gewartet hat, bis die Reaktion der Märkte keine Alternative mehr zuließ, als einen mit dem Bankenrettungsschirm nach Lehman vergleichbaren “Rettungsschirm” aufzuspannen und im Anschluss neue Milliarden zu transferieren, wurde sehr viel Porzellan zerschlagen.  Das viel zu zögerliche Handeln im Fall Griechenland kann man mit dem Zulassen der Lehman-Pleite vergleichen. Beide Ereignisse haben etwas gemein: das Vertrauen der Marktteilnehmer wurde in beiden Fällen zerstört und das führte zu gigantischen Verwerfungen im System und schließlich zu einer Weltwirtschaftskrise (wobei man davon ausgehen kann, dass diese sowieso gekommen wäre, Lehman  also nur der “Anlass” gewesen sein könnte). Man hätte sich einige Billionen an neuen Staatsschulden und damit künftige Sparprogramme ersparen können, indem man gehandelt und nicht gewartet hätte. Die Rettung Lehmans wäre vergleichsweise billig gewesen, so musste man alle Banken im Anschluss retten. Im Falle Greichenland muss man nun alle pleitegefährdeten Staaten irgendwie retten.  Ob das gelingen kann, ohne eine große Depression wie in den 1930er Jahren zu riskieren, oder zumindest die gefürchteten “japanischen Verhältnisse”??

Genau dieses anhanden gekommene Vertrauen, das nun (dem aufmerksamen Beobachter nun wieder  täglich entgegenschlägt) ist der Auslöser einer jeden Krise.

Wer eine Krise bekämpfen will oder verhindern, dass es nicht erneut zu einer vergleichbaren Krise kommt (Wie es gerade Frau Merkel immer wieder verkündet hat), der darf kein Vertrauen verspielen. Leider ist genau das nach nun dem Lehman Debakel mit Griechenland nun schon wieder passiert. Eine neue Krise ist also bereits im Gang, deren Ende ungewisser denn je.

George Soros kritisierte letzte Woche genau diese deutsche Sparpolitik zum jetzigen Zeitpunkt, also bevor sich ein neuer und sich selbsttragender Aufschwung etablieren kann. Sparen zum jetzigen Zeitpunkt würde seiner Meinung nach  unweigerlich in eine DEFLATION münden und letzlich wäre sogar die Demokratie in großer Gefahr, da die Auswirkungen einer Deflation zu sozialen Unruhen führen könnten.

Wie soll z.B, auch ein Hartz-IV-Empänger einsehen, dass er demnächst seinen Heizkostenzuschuss gestrichen bekommt, damit die Transferzahlungen in Richtung Süden erfolgen können, um den Euro doch noch zu retten?

Nun, als einen möglichen Grund für den heutigen Crash sehe ich folglich den bevorstehenden Termin 1. Juli 2010, an dem  europäische Banken 442 Mrd. Euro an die EZB zurückzahlen müssen. Dass es hierbei zu Problemen kommen könnte, ist wohl die große Unsicherheit, die gerade an den Börsen für panische Verkäufe sorgt. Da der Termin jedoch schon lange feststeht,wäre es erstaunlich, wenn die Banken aus diesem Grund heute ihre Aktienbestände in großem Stil liquidieren müssten.

In den USA sieht die letzte Woche beschlossene Finanzmarktreform ebenfalls eine Einschränkung des Eigenhandels der Banken vor. Auch das entzieht den Märkten langfristig Liquidität, führt also zu tendenziell eher fallenden Kursen.

Fazit: Angesichts der unzähligen Probleme dürfte sich die Krise noch lange fortsetzen.

Der Baltic Dry Index geht noch einen Schritt weiter: Er signalisiert sogar eine neue Weltwirtschaftskrise:

Da der Index nicht manipuliert werden kann, ist er einer der zuverlässigsten Frühindikatoren, wobei es auch hier eine kleine Hoffnung gibt, denn China hat sich in Krisenzeiten mit Rohstoffen eingedeckt, so dass weniger mit Rohstoffen beladene Schiffe die Frachtraten drücken. Weiterhin wurde in der Krise Erdöl auf Schiffen zwischengelagert. Dieses wird nun, da die Weltkonjunktur wieder angesprungen ist, nachgefragt. Da nun erst einmal die Lagerbestände abgebaut werden, bevor neue Transporte nachgefragt werden dürften, kann der Index wohl ebenfalls nicht weiter steigen??

Auch diese Umstände müssen berücksichtigt werden, so dass kohlschwarz schon wieder zu normalem Schwarz wird. Aber es scheint trotzdem richtig gewesen zu sein, im April Aktien zu verkaufen und Liquidität aufzubauen. Nach dem nächsten Crash kann man folglich wieder billig(er) einkaufen.

Machen Sie es also am besten wie die Chinesen, die in der Krise kaufen, damit sie in der Erholung keinen Bedarf mehr haben! Und nach der Krise ist definitiv vor der Krise.

Sie hat sich besonnen

Das Thema “Dividendenaktien” ist äußerst heikel, denn mit den meisten Dividendenzahlern lassen sich kaum Kursgewinne erzielen. Als ein negatives Beispiel für diesen Fakt sei die Aktie von Pfizer genannt, die in diesem Jahr knapp 30% an Wert verlor und in etwa auf dem Stand von 1998 notiert (also dort, wo auch der DAX  1998 notierte), da “trösten” die aktuell veranschlagten sechs Prozent Dividendenrendite kaum.

Bei Altria (US-Symbol MO) sah es ähnlich aus, heute startet die Aktie jedoch plötzlich wieder voll durch.

Fast erinnert mich der Aktienkursverlauf Altrias während der Finanzkrise an den von BP seit der Explosion von Deep Water Horizon:

Von 22 ging es auf 14 USD in die Tiefe, es sollte eine unbeschreibliche Erholungsrallye folgen, während der der geduldige Rebound Investor noch mit der fast schon sprichwörtlichen hohen Altria-Dividende bei Laune gehalten wurde.

Langfristig sind derartige Aktien besser als die hierzulande beliebte Riester-Rente:

Immerhin kommt ein “Altria-Rentner” heute  noch auf eine Rendite von 87.200 %, so kräftig ist nämlich der Kurs seit 1970 inklusive der Dividenden gestiegen. Wer diese Dividenen erneut nach Kurs-Korrekturen investierte, kann auf eine noch höhere Rendite zurückblicken. Wenn ich kein überzeugter Nichtraucher wäre, würde ich mir eine Altria sofort ins Depot legen.

Alternative “Dividendenaktien” habe ich im Premium Dienst vor einigen Wochen vorgestellt. Diese Liste werde ich noch erweitern. Anmeldungen zum Premium Dienst sind hier möglich:

www.aktientagebuch.eu/anmeldung.html

Megatrend Cloud Computing

Aktuell gehört die Aktie von Cancom mit einem Plus von 11% zu den Tagesgewinnern. Der “Grund” für den starken Anstieg ist die gerade erfolgte Aufnahme der Aktie in das Musterdepot der Zeitschrift “Der Aktionär”.

(Eigentlich laufen diese spekulativen Musterdepotaufnahmen alle nach dem gleichen Muster ab. Wenn dann tausende Mails versendet werden, nachdem der Wert in das Depot aufgenommen worden ist, dann ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Zeitschrift über Gewinne von 1000% und mehr seit Depotauflage freuen kann. Für den “Normalbörsianer” ist das nicht nachvollziehbar, schürt jedoch völlig falsche Erwartungen, nach dem Motto:  “An der Börse kann man schnell ganz große Gewinne erzielen.”)

Als Kaufgrund wird das Geschäftsfeld “Cloud Computing” genannt, in dem Cancom u.a. unterwegs ist. Tatsächlich gibt es mittlerweile einige Unternehmen, die im oder mit dem “Cloud Computing” wachsen.

Im Premium Dienst hatte ich vor einigen Wochen den “Cloud Computing”-Weltmarktführer als “Aktie der Woche” vorgestellt.

Sehr spekulativ, aber meiner Meinung nach genauso viel Potenzial wie die Aktie von Cancom sollte auch diese Cloud-Computing-Aktie” haben:

Quanmax (WKN: A0X9EJ)

Zitat: “Als einer der größten österreichischen Computerhersteller und Notebook-Pionier zählt die 1990 gegründete Quanmax AG mit den Marken chiliGREEN, MAXDATA und SecureGuard zu den renommiertesten nationalen Hardware-Vermarktern. Das Unternehmen fertigt und vertreibt u. a. Notebooks, PCs, externe Festplatten, Appliances und Server, die über namhafte nationale und internationale Handelspartner, unzählige Fachhändler und auch online vertrieben werden. Zukünftig will Quanmax neben dem starken Österreich-Geschäft auch in Osteuropa, Deutschland und der Schweiz mitmischen.

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Durch verstärktes Engagment im Technologiebereich sollen der Wertschöpfungsanteil und damit Margen und Gewinn in den nächsten Jahren überproportional erhöht werden. Neben dem jetzigen Kerngeschäftsfeld befaßt sich die Quanmax AG daher seit dem vierten Quartal 2009 u. a. intensiv mit Security-Lösungen für Cloud Computing und damit einem Fachgebiet, das von Experten immer wieder als “der” IT-Trend der kommenden Jahre gewertet wird. Quanmax entwickelt dabei nicht völlig neue Produkte, sondern setzt auf die Zusammenarbeit mit internationalen Technologieführern und langjährigen Kooperationspartnern wie Intel oder Microsoft.” (Quelle: http://www.quanmax.ag/)

Für einen Einstieg in die Quanmax-Aktie  würde ich die “Dips”, also Korrekturtiefs nutzen, es sei denn, ich wäre eine Börsenzeitschrift mit einem Musterdepot, dann würde ich die Aktie sofort kaufen.