Der Double Dip ist da!

Ein sehr guter “Indikator” dafür, das vor uns liegende Wachstum der US-Wirtschaft einzuschätzen, ist der CEO des weltweit größten Netzwerkausrüsters John Chambers bzw. dessen Aussagen zur Auftragslage von Cisco Systems. Im heutigen Interview auf CNBC zeigte er sich sehr besorgt über die vor uns liegenden “extremen Unsicherheiten betreffs der US-Wirtschaft”. Seinen Äußerungen kommt deshalb eine sehr hohe Bedeutung zu, da Chambers einen sehr engen Kontakt zu seinen Kunden pflegt und sehr genau Bescheid weiß, wohin der Hase demnächst laufen wird. Das ist die schlechte Nachricht, denn der seit Wochen diskutierte “double dip” ist längst Realität und die Lage wird sich nochmals verschärfen.

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Der Unsinn mit der 200-Tage-Linie

Meine gestrige Bemerkung, wonach die 200-Tage-Linie kaum eine Bedeutung besitzt, bringt einige 200-Tage-Jünger ein wenig in Rage. (P.S.: Natürlich schreibe ich mitunter auch etwas provokativ, in seltenen Fällen kann man durchaus auch mit der “200-Tage-Linien-Strategie” den einen oder anderen Gewinn erzielen oder ab und an einen höheren Verlust vermeiden. Langfristig gesehen hat das Beachten der 200-Tage-Linie aber keine höheren Gewinne zur Folge und gehört in das Reich der Märchen.)

Hier ein Beispiel dafür, wie man durch das Missachten der 200-Tage-Linie immer wieder einmal Gewinne erzielen konnte.

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Fed Sitzung wie erwartet?

Wie erwartet wirft die Fed die Druckerpresse an und stützt die schwächelnde US-Wirtschaft.

Die Einnahmen aus auslaufenden Wertpapieren wird die Fed in ihrer Bilanz reinvestieren. Frei werdendes Geld soll in US-Staatsanleihen fließen. Wie dem auch sei, die Fed-Bilanzsumme explodiert und der Leitzins bleibt auf einem historischen Tief. Die Krise wird uns also noch einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte erhalten bleiben, der Junkie, also die US-Wirtschaft benötigt weiterhin seine Droge und würde den Entzug nicht überleben.

Die US-Börsen erholen sich gerade von ihren Tiefstkursen und werten  den Fed-Entscheid positiv.

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Depot auf Jahreshoch

Dass sich diese Strategie bewähren würde, davon war ich von Anfang an überzeugt. Wie immer, wenn man etwas auf die Beine stellt, dass es in dieser Form noch nicht gibt, sind alle sehr kritisch.

Ich kann mich noch allzu gut an die Mails mit dem Tenor erinnern: “Da mache ich aber nicht mit.”

Auch wenn es mir nicht sonderlich leicht fiel, bin ich dabei geblieben und siehe da, es läuft ganz hervorragend.

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Gibt es Alternativen zu Aktien?

Wie kann man sich als Privatanleger vor den von mir gestern thematisierten Kurs-Turbulenzen schützen?

Nun, man kann Stoppkurse setzen, Nachteil: Man wird oft ausgestoppt, kurz bevor der entspr. Wert wieder steigt. Sollte man mehrmals mit 10 oder 15% Kursverlust ausgestoppt werden, würde man unterm Strich hohe Kursverluste erleiden, also das, was man durch das Setzen der Stoppkurse gerne verhindern möchte. Gibt es nicht, gibt es doch. In der Korrektur der Jahre 2000-2004 habe ich nach dieser Strategie gehandelt und habe damit höhere Verluste als 2008 eingefahren, als ich antizyklisch Werte wie Boss, Rational, BHP Billiton, Fuchs Petrolub, Apple usw. kaufte und nicht verkaufte, ntürlich wegen der bevorstehenden Einführung der Abgeltungssteuer, sonst hätte ich es wohl nicht getan.

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Es hat sich nichts geändert

Wer gehofft hat, dass die Finanzkrise irgendetwas (ver)ändern würde, der wird bitter enttäuscht sein oder werden. Nach wie vor präsentieren sich die Börsen als reine Zockerbuden, in denen Casino, Roulette oder Flipper gespielt wird.

Die US-Banken werden ihren „profitablen Eigenhandel“ auch nach der Finanzmarktreform abwickeln. Wahrscheinlich wird man Hedge Fonds mit Krediten versorgen, die dann im Namen der Bank an den Börsen zocken, während der „normale Unternehmer“ nicht mit einem Kredit rechnen kann, da sein Geschäftsmodell viel zu riskant ist.

Das ist auch alles irgendwie logisch, denn wenn sich das Casino verzockt hat, dann gibt es Geld von der Zentralbank, also letztlich vom Steuerzahler. Alternativen sind völlig ausgeschlossen, denn wir haben erlebt, was passiert, wenn ein Lehman pleite geht: Die Weltwirtschaft wird wie 2009 in die Krise stürzen! Wer will das schon??

Anders kann man das, was an den US-Börsen täglich „abgeht“, wohl nicht mehr erklären?

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LPKF Laser- noch ein Ausbruch!?

Die Musik spielt im Moment eindeutig an den hiesigen Märkten, genauer gesagt im Nebenwertesegment, wo man fast täglich fündig wird. Nicht zuletzt aus diesem Grund habe ich heute neue Werte in das ITT aufgenommen.

Da der folgende Wert eher markteng ist und ich die Aktie selbst halte, zählte diese nicht zu den Neuaufnahmen.

Die Rede ist von LPKF Laser. Vor einigen Wochen hagelte es neue Aufträge, der Kurs konnte jedoch kaum davon profitieren und konsolidierte weiter seitwärts. Wenn sich die fundamentale Lage eines Unternehmens verbessert und dies noch nicht ausreichend in den Aktienkurs eingepreist ist, kann man sich positionieren, auch wenn es noch keine charttechnischen Signale gibt. Heute nun …

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