Union Pacific auf neuem Allzeithoch

0
858

Die Aktie von Union Pacific hatte ich an dieser Stelle bereits des Öfteren erwähnt.

Die Aktie der US-Eisenbahnlinie befindet sich seit einigen Jahren auf meiner Watchlist. Bereits 2007 schrieb ich in mein Blog:

„Soll man auf einen fahrenden Zug noch aufspringen?

Das fragen sich nicht nur Börsianer des öfteren und so ist es an der Börse wie im wirklichen Leben: Nur wer das Risiko abschätzen kann und liebt, sollte dies ernsthaft in Betracht ziehen.

Oftmals entdeckt man jedoch leider interessante Aktien erst dann, wenn diese schon „gut gelaufen“ sind und denkt sich, dass hier der Zug längst abgefahren ist. Und es passiert, was passieren muss, diese Aktien steigen trotzdem weiter. Es wäre zu schön, wenn dies immer so wäre, denn sehr oft gibt es auch genau in dem Moment, wenn man seinen ganzen Mut zusammengenommen hat und noch schnell aufspringt den längst fälligen Einbruch.

Gibt es hierfür also eine Regel?

Eigentlich nicht, denn sehr oft laufen Aktien, die gerade ein neues (Mehr)jahres-Hoch erklommen haben munter weiter. Wenn man sich die Charts ansieht, sind dies meist jedoch diejenigen Aktien, die sich in einem stabilen mehrjährigen Aufwärtstrend befinden und somit das neue Hoch niemanden wirklich überrascht. Anders sieht es da schon bei einigen Nebenwerten aus, die plötzlich nach einer Empfehlung nach oben schießen und dann genauso schnell wieder fallen. Entscheidend ist immer, wer die kurzfristigen Käufer sind, die eine Aktie noch zum Höchstkurs erwerben: Sind es sehr kurzfristig orientierte Zocker, wird die Aktie schnell wieder fallen, denn sobald der Trend nach unten dreht, werden diese ihre Gewinne mitnehmen und gleich noch short gehen. Diese Zocker verstärken den Hype nach oben und genauso nach unten. Es gibt im Internet einige Seiten, auf denen man sehr gut über deren Aktivitäten informiert wird (oft durch diese selbst, damit deren Investments kurzfristig noch ein wenig weiter steigen).

Zurück zu den fahrenden Zügen

Letzte Woche habe ich ein Interview mit Warren Buffett gesehen, der vor der Hauptversammlung seiner Berkshire die Zeit nutze, um bei CNBC vorbeizuschauen.

Nach dem üblichen Blausch über die Märkte sprach er auch ein wenig unkonkret wie immer über seine neuesten Investments. Es stellte sich heraus, dass er in letzter Zeit Eisenbahnaktien für Berkshire gekauft hatte.

Das traf genau den „Staun-Faktor“ der Mainstream-Börsianer: Keine Solaraktien, Ethanolhersteller oder andere Modeaktien, nein gute alte Eisenbahnaktien!

Über den Sinn kann man spekulieren, alleine der Wert ist für Buffett entscheidend und die Tatsache, dass er dieses Geschäft versteht.

Der logisch denkende Börsianer wird natürlich sofort Gründe finden, warum das gar keine schlechte Idee ist. Im Zeitalter der Alternativen ist natürlich die Eisenbahn schon wieder eine Alternative zum Transport auf der Straße geworden: Weniger Treibhausgase, effektiverer Langstreckentransport, keine zerstörten Straßen, Feinstaubemissionen, lärmkranke Anwohner:

Die Eisenbahn ist einfach dem LKW als Transportmittel haushoch überlegen.

Aber ist das etwas Neues? Natürlich nicht, kann ich mich doch noch daran erinnern, dass in DDR-Zeiten jeder etwas größere Betrieb einen Eisenbahnanschluss hatte, da Diesel und Benzin nicht ausreichend vorhanden waren. Sofort nach der Abschaffung der meisten dieser Betriebe wurde bei den wenigen, die noch blieben zuerst der Eisenbahnanschluss demontiert.
Die Güter wurden dann auf den verstopften Straßen transportiert, die Straßen wurden fast vollständig zerstört, neue gebaut, was Milliarden an Steuergeldern verschlang und immer noch verschlingt.

Und nun kommt endlich ein echter Kapitalist, der uns sagt, wie es wirklich richtig ist:

Die Eisenbahn ist eine Alternative zur Straße! Wir sollten ihm wirklich dankbar sein! Schade, dass wir nicht ohne ihn (wieder) auf diese Idee gekommen sind.

Interessant ist nun, wie man an diesem neuen Trend teilhaben kann.
Welche Aktien hat Buffett gekauft? Wird er diese wirklich langfristig halten?… “

Weiterlesen HIER

Heute erklimmt die Aktie ein neues Allzeihoch. Hebeln kann man die Kursgewinne mittels Optionsscheinen oder Optionen. Was ist aus dem folgenden OS mit der WKN TB7W6N geworden, der noch bis 11.01.2013 läuft?

Nun, der OS liegt auf Sicht von 12 Monaten 240% im Gewinn. Aus der doch sehr bedächtigen Eisenbahn-Aktie ist auf diese Weise ein Intercity geworden, der die Geduld der Reisenden zwar mit etwas Verspätung strapazierte, doch in den letzten Wochen dann so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Was ist beim Investieren in OS zu beachten? Nun, zu beachten ist jede Menge. Dafür würde ich einige Seiten benötigen. Als Erstes sollte man sich mit den „Griechen“ auskennen (Omega, Delta, Theta usw.) und wie der Grieche Odysseus jede Menge Leidensfähigkeit und Geduld besitzen. Wer den obigen OS z.B. im April 2011 bei Kursen um 1,20 EUR gekauft hatte, der hat bis Oktober keinen Cent mit dem OS gewonnen. Mehrmals lag er sogar 30, 40 % oder höher im Minus (Jeder Stopp-Loss-Verkauf wäre ein Fehler gewesen.)

Erst in den letzten Wochen stieg der Schein von einem auf aktuell 2,68 EUR. Das sind gut 150% Gewinn. Eine sehr schöne Geduldsprämie, wie ich finde. Ähnlich wie mit dem OS funktioniert es auch mit Optionen. Auf Union Pacific hätte man auch Optionen kaufen können, die ebenfalls noch bis Januar 2013 laufen. Das Ergebnis wäre sogar noch ein wenig besser ausgefallen, da z.B. schon die Gebühren für den Kauf wesentlich niedriger sind als z.B. für den von OS. (Bei LYNX ca. 3 USD, 2,30 EUR, noch billger bei IB)

Noch 15 Tage bis zum START!

Ähnlich werden wir bei ATB Spekulativ vorgehen und einige OS, Optionen usw. auf mehr oder weniger langweilige Trendaktien wie z.B. Union Pacific handeln. Wenn es läuft, wird das ein Riesenspaß. Wenn nicht, ist es ähnlich wie beim Lotto: Der Einsatz wäre weg!

 

 

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT