Unilever bleibt im Trend: Neues Allzeithoch!

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Die Meldung des gestrigen Tages war für mich die, wonach die Nutzung „Sozialer Netzwerke“ angeblich bei vielen Usern Gefühle wie Neid, Missgunst und Unzufriedenheit hervorrufen sollen. Nach dem „Konsumieren“ zu vieler positiver Meldungen seien die User frustriert, so das Ergebnis der Studie. (Schadenfreude dürfte demnach wohl eher zu lange anhaltenden Glücksgefühlen führen ???)

Zum Glück habe ich gestern hier im Blog einen negativen Erfahrungsbericht veröffentlicht…

Ja, es gibt in der täglichen Börsenstunde (mehr sollte man sich nicht antun, das ist und bleibt meine Meinung) auch immer wieder Negatives zu erfahren. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man sich auf das Positive konzentrieren sollte. Eines Tages wird sich dann tatsächlich immer wieder- quasi von selbst- sehr viel mehr Positives einstellen.

Eine meiner Erkenntnisse aus ca. 20 Jahren „täglich einer Stunde Börsenstudium“ ist die, dass es mir erst dann Spaß gemacht hat, nachdem ich mich von all meinen „Hoffnungs- und Zukunfstwerten“ getrennt hatte und mich zu 90% auf „langweilige Aktien“ konzentriere. (Ab und zu ein Optionsschein oder eine Option „beigemischt“ erhöhen die Spannung, wobei es dabei auf das angemessende Maß ankommt.)

Die „Langweiler“ bescheren mir verhältnismäßig geringe Erträge, aber auch nur sehr geringe Verluste. Viele kleine Erträge und keine großen Verluste ergeben nach einigen Jahren „recht ansehnliche Gewinne“. Gleichzeitig stellt sich ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit ein, zumindest, was die Investments angeht (ansonsten bleibt vieles wie „gehabt“).

Warum auf den 253. „jetzt ganz sicher bevorstehenden Turn Around“ z.B. bei Praktiker setzen, wenn es auch anders geht?

Lange Vorrede, aber jetzt endlich zur heutigen „Langweileraktie“, die mir gerade Freude macht:

Auf die vermeintliche Chance in der Aktie von Unilever hatte ich hier im Blog , bereits am 28. November aufmerksam gemacht. Gut, meine Premium-Leser haben diese Chance bereits einige Wochen vorher erhalten, als die Aktie einige Euro billiger gewesen war, doch spätestens heute ist „in Unilever“ jeder im Gewinn (da sage man, es entstünde Frust?!):

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Die Aktie von Unilever steigt auf ein neues Allzeithoch.

Meine Trendanalyse ist aufgegangen, das Trendmuster hat das gehalten, was es versprochen hat. In die Aktie hat mich neben dem Trendmuster die zum Kaufzeitpunkt recht „anständige Dividendenrendite“ gelockt, nun ist noch ein kleiner Kursgewinn oben drauf gekommen (oder umgekehrt, je nach Betrachtungsweise).

Der Markenmulti hat heute sehr gute Zahlen gemeldet, die allerdings wieder „zweigeteilt“ gewesen sind: Dem Wachstum in den Schwellenländern steht ein sehr schwaches Europa-Geschäft gegenüber. Nun, daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Das Fazit lautet demzufolge: Man kaufe Anteile von Unternehmen, die nicht oder lediglich wenig an Europa leiden. Das sind doch eine ganze Menge, viele mit einem ähnlich langweiligen Geschäft wie es Unilever betreibt.

Wie findet man diese „Langweiler-Aktien“?

Nun, viele hat man tagtäglich einige Zentimeter direkt vor seinen Augen oder entdeckt sie beim allwöchentlichen Einkauf im Supermarkt, beim Spaziergang durch eine Einkaufstraße (heute als Mall bekannt)…

Auch in der letzten Ausgabe meines Premium Dienstes habe ich wieder ein derartiges Unternehmen vorgestellt.

Demzufolge ist vielleicht auch jener eine „Fundgrube für das täglich angenehme Börsenerlebnis der Zukunft“??!!

2 KOMMENTARE

  1. Vielleicht sind „Langweiler-Aktien“ auch einfach eine Frage des Alters. In jungen Jahren möchte man reich werden und das am besten so schnell wie möglich. Jetzt ist man jung und jetzt will man leben. Was nutzt es einem, wenn man im Alter Geld hat und bekommt den Hintern nicht mehr hoch. Da geht man dann mit den relativ kleine Summen, die einem zur Verfügung stehen, hohe Risiken ein, anstatt diese kleinen Beträge zu kummulieren und in „Langweiler-Aktien“ zu stecken. Erst in späteren Jahren merkt man dann, das der Weg zum Reichtum mit der Brechstange der schlechtere Weg ist, weil er nur ganz ganz Wenigen den schnellen Reichtum bringt.

  2. Stimmt und es gibt zahllose weitere Gründe, u.a. die seit einem Jahrzehnt zu niedrigen Netto-Löhne und Gehäler in D., so dass relativ wenig Kapital für die Anlage zur Verfügung steht. Der „Normalbürger“ kann deshalb kaum an der Börse so aktiv werden wie es langfristig sinnvoll wäre.
    Zu hohe Steuern auf Gewinne: USA: nach der jüngsten Anhebung nun 15%, D. 25%+x und nach einem Regierungswechsel im September wohl noch mehr??
    Der Schüler kommt mit der Börse zuerst im Börsenspiel der Sparkasse in Berührung. Wer innerhab eines kurzen Zeitraums die höchsten Gewinne erzielt hat, der gewinnt, das Zockertum wird hier bereits geboren. Die meisten können sich die langfristige Macht des Zinseszinseffekts überhaupt nicht vorstellen (mathematische Blindschleichen gibt es zu Hauf, leider).
    Hinzu kommt, dass es hierzulande kaum Werte gibt, die über viele Jahrezehnte „laufen“, es gibt keine Aktienkultur usw. Dass man mit langfristig erfolgreichen Strategien vorankommt, ist nicht „Mode“. Es gibt zahllose Zockerbörsenbriefe, empfohlen werden windige Werte, viel zu zyklische, heiße Kursraketen…, spekulatives Trading, das den schnellen Gewinn verspricht usw. usf. Auf der anderen Seite werden genau diese spekulativen „Dienste“ nachgefragt, „solide“ gar nicht. Bestes Beispiel: Für das geplante Dividendendepot haben sich ganze drei neue Leser gemeldet…
    Eigentlich ist es zielmlich hoffnungslos.

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