So muss eine Dividendenaktie aussehen

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Um eine gute „Dividendenaktie“ zu identifizieren, sehe ich mir die Entwicklung der Dividendenzahlungen in der Vergangenheit an.

Wenn diese ungefähr so aussieht, dann kommt der entsprechenede Wert auf die Beobachtungsliste (Sollte er sich nicht schon längst im Depot befinden):

Prices

Date Open High Low Close Volume Adj Close*
Sep 25, 2012 0.85 Dividend
Jun 25, 2012 0.77 Dividend
Mar 27, 2012 0.77 Dividend
Dec 20, 2011 0.77 Dividend
Sep 23, 2011 0.77 Dividend
Jun 21, 2011 0.64 Dividend
Mar 22, 2011 0.64 Dividend
Dec 21, 2010 0.64 Dividend
Sep 22, 2010 0.64 Dividend
Jun 22, 2010 0.58 Dividend
Mar 23, 2010 0.58 Dividend
Dec 23, 2009 0.58 Dividend
Sep 24, 2009 0.58 Dividend
Jun 22, 2009 0.54 Dividend
Mar 23, 2009 0.54 Dividend
Dec 23, 2008 0.54 Dividend
Sep 11, 2008 0.54 Dividend
Jun 26, 2008 0.46 Dividend

Quelle: Yohoo Finance

Alleine von 2008 bis heute hat das Unternehmen seine Dividendenzahlungen fast verdoppelt. Zudem ist der Aktienkurs noch dazu kontinuierlich gestiegen. Auf meinen Kaufkurs erhalte ich heute bereits mehr als 10% Rendite p.a.

Diese Erträge gilt es erneut zu investieren, so dass sich die Macht des Zinseszinseffekts allmählich voll entfalten kann.

Bereits nach fünf, sechs Jahren geht der Spaß dann so richtig los!

Schade, aber das vermag sich wohl leider die breite Masse hierzulande immer noch nicht vorzustellen. Zu langweilig, also ab zum nächsten Zock oder man bleibt dem Geschehen von Vornherein zu 100% fern.

Zugeben, das ist schon ein wenig (oder sehr) frustrierend, denke ich.

Ich werde das auch forcieren, wohingegen ich Käufe von Optionen oder Optionsscheinen eher zurückfahren werde. Warum? Nun, in diesen Vehikeln kämpfe ich GEGEN die Zeit, bei meiner Dividendenstragie habe ich die Zeit auf MEINER Seite.

Sollte es zu einer Phase der Deflation kommen, kämen aber auch hierfür nur kerngesunde Unternehmen in Frage, die über eine derart hohe Preismacht verfügen, dass sie das Grauen überleben werden. Deflation ist das Gefährlichste, was uns passieren kann!

Deflation ist viel gefährlicher als eine (halbwegs moderate) Inflation. Sollte die Deflation die Oberhand gewinnen, dann käme eine unvorstellbare Spirale in Gang, die alles mit sich in die Tiefe zu reißen droht. Nur darum habe ich die Hoffnung, dass es dazu eventuell doch nicht kommen wird, denn dieser Fakten müssten sich alle Verantwortlichen bewusst sein (Wobei die verfehlte Einführung des Euros- allen Expertenmeinungen zum Trotz- ja leider auch zeigt, dass dem nicht automatisch so sein muss. Und darum muss man sich wiederum selbst dessen bewusst werden und auch dieses Szenario in seinen Gedanken durchspielen).

Erstaunlich: Heute sprach sogar bereits EZB-Chef Draghi von der Gefahr einer möglichen Deflation… (Vielleicht aber auch nur, um die deutschen Politiker ein wenig zu beruhigen?? Der „Normalbürger“ befindet sich ohnehin im ganz privaten Schutz-vor-der-Inflation-Ein-Glück,-dass-ich-es-weiß-und-andere-nicht-Rausch und kauft aus Angst überteuerte Immobilien. Was man ihm da in den Kopf gesetzt hat, das wird er so schnell nicht wieder vergessen??)

 

7 KOMMENTARE

  1. Tja, es kommen halt immer mehr Leute auf den Geschmack von Freiheit und Abenteuer.

    Steigende Dividenden sind also ein Kaufkriterium. Wie lang muss diese Periode angehalten haben? Gibt es noch mehr Einstiegskriterien?

  2. @ZaVodou: Nun, ich denke, dass mindestens 10 Jahre stabiler Erträge bereits ein Kaufkriterium sind. Die meisten „guten Dividenden-Amis“ zahlen bereits seit 30 Jahren oder länger fast jedes Jahr mehr. Das ist schon ein Kriterium.
    Ich frage mich aktuell: Welcher Betrag wäre für Leser(innen) akzeptabel: Anfangskapital 20.000 EUR, mehr oder weniger??

  3. Also Du nimmst nur Aktien ins Depot auf, die mindestens 10 Jahre und länger (möglichst steigende) Dividenden gezahlt haben.
    Noch weitere Kriterien?

    Starte doch eine Umfrage bezüglich des Anfangkapitals.
    Wie viel Aktien soll das Depot mindestens enthalten?

  4. @ZaVodou: Die Mischung macht’s. Würde man mit 30.000 starten, dann könnte man z.B. auch 30-40% Liquidität „parken“, indem ausgesuchte Unternehmens(anleihen) „beigemischt“ werden.
    Diese könnte man dann (sollte einem ein Crash wie Ende 2008 bis März 2009 ereilen) verkaufen, um vom Erlös „Dividendenaktien“ wie zuletzt Ende 2008 bis März 2009 billigst einzukaufen. Ein Beispiel: A0TMES (Abbott Labs, eigentlich ein sehr gutes Pharmaunternehmen, die Anleihe wird jedenfalls aktuell mit A1 bewertet, wovon Krisenland und Co nur träumen können- Trotzdem ist das hier KEINE Kaufempfehlung!!) läuft bis 2037 und brächte nach Steuern auf aktuellem Kursniveau 2,7% p.a. ein. Das ist besser als ein Tagesgeldkonto, auf dem man ja lediglich (wenn überhaupt) 2,0% VOR Steuern erhält. Dass ein großer internationaler Konzern wie Abbott pleite geht, ist zar nicht auszuschließen, aber doch sehr unwahrscheinlich. Zudem erhält man für die gezahlten Stückzinsen evtl. bereits gezahlte Abg.-Steuer zurückerstattet. Das müsste ich aber alles nochmals genau checken. Die Anlayse- und Recherchearbeit wird sich aber langfristig IMMER auszahlen. In dem Sinne gewinnt nicht, wer möglichst viel handelt, sondern, wer intensiv analysiert, beobachtet und rechnet, um die besseren Entscheidungen zu treffen. Trotzdem kann man auch Pech haben, das ist nicht auszuschließen.

  5. Ich versuchs mal anders herum. Manche Anleger halten schon mit drei verschiedenen Aktien ihr Depot für ausreichend diversifiziert andere mit 10 oder noch mehr Aktien. Bei 20.000 Euro und 10 verschiedenen Aktien wären die Kaufgrößen bei 2.000 Euro, was ich z.B. für zu klein erachten würde.
    Deshalb meine Frage wie viel Aktien sich zum Schluß in dem Depot befinden sollen. Ich persönlich würde nicht unter 50.000 Euro anfangen, aber ich kenne die Depotvolumina deiner Kunden nicht.
    Die Anleihe soll dann Stückchenweise verkauft werden, also immer, wenn ein Kauf einer Aktie ansteht oder wie ist das gemeint?
    Verursacht doch bestimmt zusätzliche Ordergebühren, was den Zinsvorteil gegenüber ‚Tagesgeld wieder aufhebt, oder?

  6. Das sehe ich ähnlich. Anleihen bringen tatsächlich nicht mehr viel, bei 50.000 würde es jedoch mit den Jahren auch in diesen noch Erträge geben, die neu investiert werden könnten. Eigentlich denke ich diesbezüglich an einen erneuten „Jahrhundertcrash“ wie 2008/09. In diesem würden aber auch Anleihen kräftig einbrechen… Fazit: Anleihen wirklich nur in kleinen Dosen und eventuell 25.000, wer 50.000 investieren möchte, verdoppelt eben einfach jede Position??

  7. Es gibt (selbstverständlich) mehrere Kriterien die ich gerne beachten möchte, z.B. die Fundamentaldaten.
    Wenn ein Unternehmen über ausgezeichnete Fundamentaldaten verfügt, weltweit tätig ist und so stark ist, dass es fast als rezessionsresistent betrachtet werden könnte, wird’s noch interessanter.
    JNJ ist so eine Topaktie. Die Firma hat nach Ausbruch der Krise im Jahr 2008 bewiesen, dass sie weiterhin Gewinne einfährt und weiterhin Dividende zahlt. Die Firma hat auch bewiesen, dass sie ihre Dividende in Krisenzeiten nicht herabsenkt, sondern sogar weiter anhebt.
    Das Unternehmen hat über einen langen Zeitraum obendrein bewiesen, dass es eine jährlich wachsende Dividende ausschüttet. Insbesondere Letzteres macht so eine Aktie -wie Sie schreiben- sehr attraktiv.

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