SCHOELLER-BLECKMANN auf neuem Allzeithoch! Jetzt Aktien aus Österreich kaufen?

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Es kommt nicht so häufig vor, dass man „Stories“ wie die von SBO frühzeitig „entdeckt“ bzw. erkennt.

Die Aktie von  SCHOELLER-BLECKMANN (SBO) gehört zweifelsohne dazu.

Bereits 2007 hatte ich sie in meinem Blog erstmals erwähnt und seitdem an dieser Stelle begleitet. Unter der „reißerischen“ Überschrift „Diese Aktie steigt weiter!“ hatte ich meine Meinung zum Ausdruck gebracht.

Nun, die Aktie ist tatsächlich weiter gestiegen, allerdings 2008 zusammen mit dem Gesamtmarkt auch mächtig eingebrochen. Da kommen einem dann Zweifel. Doch eine Panik wie 2008/09 ist natürlich auch eine Chance, auch wenn ich persönlich meist zu spät wieder einsteige, da ich erst warte, bis sich neue stabile Trends ausgebildet haben (wodurch man den Kauf von „Werten“ wie Nokia, Commerzbank und Co, weitestgehend vermeidet.

Nun hat SBO ein neues Allzeithoch erklommen und man darf sich nun fragen, ob der Weg für die Aktie nun tatsächlich nach oben frei ist?

Das österreichische Unternehmen stellt Hochpräzisionsteile für die Richtbohrtechnologie der Ölfeld-Ausrüstungsindustrie her. Zu den größten Kunden zählen u.a. Schlumberger und Baker Hughes. Auf dem Gebiet der Hochpräzisionsteile für die Oilfield-Service-Industrie ist das Unternehmen mit Sitz in Ternitz Weltmarktführer.

SBO unterhält ein weltweites Netzwerk in Singapur, Dubai, Russland, Österreich, Rotterdam, Schottland, Venezuela, den USA, Mexico oder Kanada.

Das Geschäft von SBO umfasst u.a.:

– amagnetische Bohrstrangkomponenten

– Bohrmotoren für die Ölfeld-Service-Industrie und Tiefbauindustrie

– Bohrwerkzeuge

– hydraulische Steuerantriebe für Hochdruckventile

Für diese Komponenten bietet man einen Reparatur- und Wartungsservice an.

Ein wichtiger Fakt ist der Wettbewerbsvorteil von SBO gegenüber der Konkurrenz, da man z.B. die langen Bohrstrangkomponenten durch ein Kaltverformungsverfahren der amagnetischen Stähle produziert.

Sehr interessant ist weiterhin das von SBO gemeinsam mit der TU Wien entwickelte Verfahren zum Bohren von so genannten Gun-Holes; dies sind Hochpräzisionsbohrungen mit kleinem Durchmesser und großen Tiefen.

Die Wurzeln von SBO gehen weit zurück und liegen in einem vor rund 130 Jahren gegründeten Unternehmen der Stahl- und Stahlproduktproduktion. Die Produktion von Ölfeld-Ausrüstungen wurde im Jahr 1948 aufgenommen.

Das Jahr 2011 schloss SBO mit einem neuen Rekordergebnis ab (das letzte hatten die Österreicher im Jahr 2008 vermeldet). Nach Steuern von 24,78 (15,53) Mill. EUR blieb unter dem Strich ein Konzernjahresüberschuss von 53,21 (27,33) Mill. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei mit 3,33 (2008: 1,71) EUR.

Aber noch wichtiger ist der Fakt, dass auch die Auftragseingänge im zweiten Quartal mit 147,7 Mio. EUR einen neuen Rekord verzeichneten. Somit lag der Auftragsbestand Ende Juni bei 208,7 Mio. EUR. Die Aufträge reichen bereits bis in das Jahr 2013 hinein, so dass das Unternehmen auch eine Abkühlung der Weltwirtschaft sehr gut abfedern kann.

Rein charttechnisch betrachtet, ist der Weg für den Aktienkurs nun nach oben frei.

Leider ist die Aktie zuletzt 2008 sehr stark eingebrochen, was damit zusammenhängt, dass US-Hedgefonds die Unternehmen aus Österreich wegen ihrer „Nähe zu Osteuropa“ sehr kritisch gesehen und mit massive Leerverkäufen den gesamten ATX in die Tiefe getrieben haben. Auf Grund der sehr niedrigen Kapitalisierung des Marktes und des deutlich überspannten Bogens bei der Einführung einer „Abgeltungssteuer“ auf Börsengewinne mussten die Kurse auf breiter Front einbrechen.

Dieses Risiko besteht weiterhin. Es würde sich aber verringern, wenn nun wieder mehr Geld in den ATX fließen würde.

Der Witz lautet aber wohl doch:

Alle Unternehmen, die aktuell im ATX notiert sind, bringen derzeit gerade einmal 61 Mrd. EUR auf die Waage! (Alleine die „Hilfen für die spanischen Banken“ betragen 100 Mrd. EUR, der Anteil Deutschlands am ESM könnte 190 Mrd. betragen usw. Der Ölkonzern Total ist mit 96 Mrd. EUR bewertet, RDS mit 179 Mrd. EUR bei einem Jahresumsatz von 370 Mrd. EUR.)

SBO ist an der Börse mit 1,3 Mrd. EUR bewertet und wäre damit sogar jederzeit ein lohnendes Übernahmeziel.

Warum? Nun, eine mögliche neue Übernahmewelle in der Ölbranche wurde bereits eingeläutet:

Rund 15 Milliarden USD hat die chinesische CNOOC zuletzt für den kanadischen Öl- und Gasförderer Nexen geboten. Da könnte SBO von „einem der Großen“ wie EXXON oder gar den Chinesen quasi aus der Portokasse übernommen werden. EXXON Mobil hat für XTO 2009 41 Mrd. USD bezahlt.

Der Umsatz von SBO beträgt ca. 500 Mrd. EUR p.a.. Wenn man den vierfachen Jahresumsatz zu Grunde legt, dann wären 4 Mrd. EUR Kaufpreis durchaus nicht zu viel.

Fazit: SBO profitiert als Ausrüster für die Öl- und Gaskonzerne von der Energiewende sowohl in Deutschland (weg von der Kernenergie hin zu Wer-weiß-es-schon-so-genau?) als auch in den USA (weg vom Öl hin zu mehr Erdgas). Der Aktienkurs von SBO sollte auf Sicht von 12 Monaten über 100 EUR steigen.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Kurse (nicht nur der von SBO) tatsächlich weiter steigen können, sollte die nächste große Übernahmewelle erst einmal starten.

Meine Wette: Die Aktie von SBO wird auf 100 EUR steigen! Trotzdem ist dieser Tagebucheintrag wie immer KEINE Kaufempfehlung! Damit wäre die Aktie fast ein Kandidat für das langfristige Trend Depot??

Jedoch habe ich noch eine weitere Aktie aus der Alpenrepublik unter strenger Beobachtung.

Diese halte ich derzeit auf lange Sicht sogar für noch aussichtsreicher. Den Namen dieser Aktie und eine Analyse gibt es ebenfalls HIER.

Das langfristige Trend Depot und weitere langfristig aussichtsreiche WERTE wie SBO gibt es in meinem Premium Dienst.

 

 

 

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