Optionsscheindepot: Was ist möglich und warum ist es langfristig sinnvoll?

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Wie sieht die Kursentwicklung (m)eines ab dem 16.01.2012 zusammengestellten Optionsscheindepots bis heute aus?

Nun, das Depot ist relativ breit gestreut und wurde mit 10.700 EUR gestartet.

Bis heute wurden ca. 21% Buchgewinn erzielt. Die Leser(innen) von ATB Spekulativ werden es erkannt haben: Dies ist die „Beobachtungsliste“ aus ATB Spekulativ. Von dieser haben wir einige OS gekauft, u.a. den Apple-OS, auf den ich gestern nochmals an dieser Stelle verwiesen hatte.

Heute durchbricht „unser“ Apple Call OS bereits die Marke von 11 EUR:

Innerhalb von 10 Tagen ist er nun bereits 60% gestiegen.

„Unser“ schlechtester OS ist aktuell übrigens ein Call auf McDonald’s, der 30% im Minus liegt.

Dieser OS befindet sich wie auch der Apple-Call auf der oben (im Ergebnis) abgebildeten Beobachtungsliste. Trotzdem ist das breit gestreute Gesamtdepot noch gut 20% im Plus (in nicht einmal vier Wochen). Da man das, was man verstehen sollte, am besten begreift, indem man es live verfolgen kann (und tut) und vor allem deshalb, da nicht Jeder sofort 10.000 EUR in OS investieren kann und/oder möchte, habe ich diese Beobachtungsliste zusammengestellt, die der Leser täglich abrufen und beobachten kann.

In sehr starken Trendphasen ist diese Strategie unschlagbar, da man täglich mit einem oder mehreren Werten (Buch)gewinne erzielt. Andere Basiswerte befinden sich in der Korrektur, dementsprechend geht es mit diesen mitunter rapide bergab.

Nach einigen Tagen oder Wochen werden die Karten dann wieder neu gemischt und die „Korrigierenden“ legen wieder zu, während die Gipfelstürmer womöglich eine Rast einlegen. Ca. sechs Monate vor dem Auslaufen der OS werden die Buchgewinne realisiert und vom Erlös neue Scheine gekauft.

Von 2005 bis 2007 habe ich auf diese Weise unterm Strich fast 1000% Gewinn erzielt, 2008 davon ca. 60% wieder abgeben müssen.  2011 war ein Jahr, in dem ich wegen der ständigen Trendwechsel pausiert habe, im Januar beendete ich die Pause.

Doch es gibt einen weiteren Vorteil, wenn man seinen Depots einige Optionsscheine beimischt:

Für den Aufbau der spekulativen Depots nutze ich die Erträge aus einem Teil meiner Einnahmen aus den Dividenden, die ja auch in den kommenden Wochen (wie in den letzten drei Jahren) wieder reichlich sprudeln werden.

So zahlt beispielsweise BASF in diesem Jahr 1,70 EUR je Aktie, geringfügig weniger als in den letzten Jahren. Im Dezember 2008 kostete die Aktie 24 EUR und man konnte z.B. für 2400 EUR 100 BASF-Aktien kaufen. In den folgenden Jahren von 2009 bis 2012 erhält  man also ca. 680 EUR an Dividenden. Diese kann man in neue Aktien investieren oder den Aufwärtstrend der Aktie mittels eines mehrere Jahre laufenden Optionsscheines oder mittels Optionen begleiten- ohne frisches Kapital investieren zu müssen.

Und sollte es schiefgehen, der eine oder andere OS also mit einem Verlust verkauft werden müssen, dann gibt es auch noch Geld aus den auf die Dividendenerträge abgeführten Steuern zurück.

Was steht also dem Kauf von Optionsscheinen dann noch entgegen?

In ATB Spekulativ führe ich weiterhin ein Optionendepot und ein Depot mit etwas spekulativeren Aktien, zu 90% US-Aktien.

 

Fazit: Diese Strategie ergänzt die langfristige (Trend)strategie.

Sie ist jedoch NICHT geeignet, um einmal „schnell“ ein paar Gewinne abzukassieren. Und sie ist auch nicht als „alleinige Strategie“ geeignet, sondern lediglich als EIN Bestandteil einer „übergeordneten“ erfolgreichen langfristigen Strategie.

Auch hierfür gilt: Nur wer langfristig denkt und agiert, anstatt auf alles nur noch zu reagieren, der wird damit erfolgreich sein.

Ich bin überzeugt davon, dass sich die Gewinner beim „Spiel der Spiele“ von den Verlierern unterscheiden, weil sie agieren anstatt zu reagieren. In dem Sinne: Reagieren  Sie noch oder agieren Sie schon?

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