Crash im DAX: Leider kam es, wie es kommen musste

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Am Jahresanfang herrschte an den Aktienmärkten Euphorie, die 8000 Punkte-Marke im DAX sollte in diesem Jahr erklommen werden, vielleicht sogar die 9000- und nun das, der DAX fällt heute unter 6499 Punkte.


Einige meiner letzten Leser hatten sich Ende 2010 verabschiedet mit Begründungen wie „Ich halte alle meine Aktien, verkaufen werde ich sie nicht.“

Doch genau das haben wir im Premium Dienst getan:

Wir haben seit Januar immer wieder Aktien verkauft! Das Trendsystem hat gute Arbeit geleistet. Doch auch der Stimmungsindikator sprach für Verkäufe.

Am 13. Februar schrieb ich in der Wochenübersicht:

„Nun, wie bereits ausgeführt, ist nach wie vor viel zu viel „vagabundierendes Geld“ auf der Suche nach kurzfristigen Gewinnchancen an den Märkten. Die Hausse nährt die Hausse. Selbst die Versicherer, die sich zuletzt im Herbst 2008 aus dem Markt verabschiedet hatten, nicht ohne den Medien noch zu verkünden: „Nie wieder Aktien!“, kehren nun in die Märkte zurück und kaufen- Aktien! Siehe hierzu u.a.

http://www.dowjones.de/site/2011/02/hannover-r%C3%BCck-investiert-wieder-in-aktien.html.

Anders als die Medien hatte ich Ihnen zu diesem Zeitpunkt 2008 empfohlen, mit dem Aktienkauf zu beginnen, nicht zuletzt wegen der bevorstehenden Einführung der „Abgeltungssteuer“ in Deutschland. Und ich hatte Ihnen geschrieben, dass es „uns in einigen Jahren eine wahre Freude sein würde, den Versicherern einen Teil unserer Aktien zu verkaufen!“

Das tun wir nun auch wie verkündet. Ich empfehle Ihnen jetzt, dass Sie einen Teil Ihrer Aktien verkaufen, aber keinesfalls alle! Wir wissen nicht, wie lange die Party noch dauern wird. “ (Premium Dienst vom 13.02.11 )

Nun können wir abwarten, bis die Börsen einen Boden ausgebildet haben werden, um im Anschluss womöglich neue Werte kaufen zu können. HEUTE haben wir jedoch keinen einzigen Wert verkauft! In eine Panik hinein verkauft man nicht, im Gegenteil, man kann auf einen Rebound setzen und kaufen. Dabei kann man lediglich einen Wert zu Gunsten eines anderen „opfern“. Dieses Bauernopfer habe ich heute getätigt (man wird dafür noch dazu mit einer Steuererstattung belohnt.)

Ganz wichtig wird es sein, wie sich die Lage in Japan entwickeln wird.

Die Gefahr, dass es zu einem atomaren Inferno kommt, ist leider nach wie vor sehr groß.

Dies könnte eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen, wobei ich diese Gefahr höher einschätze als im Herbst 2008, als „lediglich“ eine US-Großbank vor der Pleite stand. Immerhin ist Japan sehr stark in US-Staatsanleihen investiert, die man nun verkaufen wird müssen. Bereits vor der Katastrophe war der Staat mit 185% vom BIP verschuldet. Wer sollte Japan neue Kredite gewähren??  Nicht zuletzt der Ausstieg von Pimco aus US-Staatsanleihen letzte Woche zeigt, wie groß einer der am meisten geachteten Experten die Gefahr einschätzt, die von einem möglichen Crash am Anleihemarkt ausgehen würde. Dieser könnte eine erneute Finanzkrise begünstigen.

Doch all das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem unsäglichen menschlichen Leid, das die Katastrophe in Japan angerichtet hat.

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern!“, ist angesichts dessen ein äußerst zynisch klingender Börsianerspruch.

Sollte man also jetzt schon wieder Aktien kaufen?

Nun, 2008 sind die Kurse bis in den März 2009 hinein gefallen. Trotzdem hat es sich im Nachhinein ausgezahlt, bereits im Herbst 2008 mit seinen Käufen begonnen zu haben. Doch bis dahin hätte man warten sollen.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass andere Unternehmen außerhalb Japans davon profitieren werden, sollte es in Japan zu längeren Ausfällen in der Produktion kommen. Auch das ist zynisch, leider ist die Wirtschaft aber kein Kuschelzoo, sondern ein von einem knallharten Konkurrenzkampf geprägtes System. Was das eine an Marktanteilen verliert, das wird ein anderes Unternehmen hinzugewinnen. Alleine in der Automobilindustrie ist es innerhalb kürzester Zeit möglich, die Marktenteile aller japanischen Autobauer zu „übernehmen“.

Ein idealer Einstiegszeitpunkt wäre auch diesmal dann gegeben, wenn die Hannover Rück erneut verkünden wird, dass man sich von allen Aktien getrennt haben wird.

Achten Sie auf eine derartige Meldung und KAUFEN dann unbedingt schnell Aktien!

Welche sich langfristig lohnen können, erfahren Sie in meinem Premium Dienst zu dem Sie sich HIER anmelden können.

Noch wichtiger: Bitte beteiligen Sie sich an den Hilfsmaßnahmen für Japan!

 

 

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