Kaufpanik zu Jahresbeginn

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Zunächst wünsche ich allen Lesern und Leserinnen meines Blogs alles erdenklich Gute für 2013!

So, so: Die USA sind „nur mal kurzzeitig“ über die „Fiskalklippe“ gefallen, dann haben sich die Streithähne heute endgültig auf einen „Deal“ verständigt. (Das Wort „geeignigt“ halte ich hierfür für völlig unangemessen und möchte es deshalb in diesem Zusammenhang strikt vermeiden. Was sich Republikaner und Demokraten in den letzten Monaten- eigentlich seit Juli 2011- „geleistet haben“ kann ich nicht mehr verstehen. Ich wünsche mir die guten alten Börsenzeiten zurück, als „politische Börsen noch kurze Beine hatten“.)

Über die Klippe hinunter und schnell wieder hinauf. Leider ist der neue alte Schwung derart rasant, dass den agilen Trampolinspringern schon bald wieder die nächste Verletzungsgefahr an der rauhen „Debt Ceiling“ droht.

Dieses neue und doch ewige Theaterstück dürfte schon bald wieder einmal auf dem Spielplan der US-Politik stehen, die Proben laufen bereits.

Die Börsen brennen ein Kursfeuerwerk ab und feiern. Warum, ist mir nicht verständlich? (Gut, es herrscht „Anlagenotstand“, das wird wohl der Hauptgrund dafür sein, warum es so rasant nach oben geht- und nicht zu vergessen, dass fleißg Geld gedruckt worden ist, das in die Märkte fließt.)

Hat sich an den seit vielen Jahrzehnten ungelösten Problemen und Schieflagen der großen Dampfer, also der völlig überschuldeten westlichen Industriestaaten, die nahezu führungslos auf der stürmischen See unterwegs sind, irgendetwas zum Positiven geändert? Nein.

Fazit: Ich freue mich darüber, dass ich 2008 beherzt zugegriffen habe, bleibe ein fröhlicher Zuschauer des irrationalen Geschehens und warte auf den Osterhasen. Einige Gewinne werde ich jedoch in die Euphoriephasen hinein nun realisieren und einige meiner langweiligen Dividendenwerte, die an „Tagen wie diesen“ niemand haben will, weiter aufstocken.

Zugegriffen habe ich z.B. bei Altria, die in den letzten Monaten anständig korrigiert hat, so dass die Dividendenrendite auf meinem Nach-Kaufkursniveau (23,50-23,75 EUR) bzw. auf meinem Reinvestmenkurs der bereits ausgezahlten Dividenden  ca. 6% betragen hat.

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Aktuell kann sich selbst Altria nicht der Kaufpanik entziehen und legt über 2,35% zu (6% Div.rendite+2,35% sind bereits 8,35%).

Zudem hat der Konzern (ehemals zu Ph. Morris gehörend) in den letzten 43 Jahren die Dividende 43 mal angehoben.

Es ist durchaus nichts Außergewöhnliches, wenn man als konsequenter Dividendeninvestor auf sein eingesetztes Kapital eines Tages 10,15 oder gar 30% Dividende p.a. erzielt. (Aber wer hält so lange durch, verzichtet auf tägliche Zockerei und beginnt damit, endlich sinnvoll zu investieren???)

Meine Überlegung: Da die Steuern auf Kapitalgewinne und Dividenden in den USA nun doch „nur“ von 15 auf 20% angehoben worden sind (Wovon wir nur träumen können!) dürften solide „US-Dividendenpapiere“ nun wieder nachgefragt werden- auch von den großen Adressen in den USA! (Wobei ich langsam daran zweifle, ob nachzudenken wirklich etwas bringt…)

Man muss auch einmal zufrieden sein können, denke ich.

P.S.: Wie immer ist dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren!

 

 

 

 

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