Gold Kaufsignal bestätigt!

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Nachdem wir Anfang Oktober aus unseren US-Aktien im wahrsten Sinne des Wortes „geflogen sind“, ist mir im Trading Depot (ITT) nichts Besseres eingefallen, als im BUND-Future short zu gehen und im Gold long. Das letzte Gewinn bringende Kaufsignal im Gold hat uns im letzten Crash von Anfang August Gewinne eingebracht, während „alles Andere“ abstürzte.

Nachdem es letzte Woche fast danach aussah, als ob sich das mittelfristige Kaufsignal im Gold als Fehlsignal herausstellen sollte, wurde es gestern bestätigt.

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Gold: Kursziel 1900 USD, 2000 bis März 2012.

Heute geht es nochmals stramm nach oben mit dem Goldpreis.

Was sind wohl die Gründe für den plötzlichen Goldpreisanstieg?
Nun, den Anlegern wird nun wohl die ganze Misere des Euros bewusst, der fast im Stundentakt „gerettet“ werden muss, koste es, was es wolle.

Nun soll der „Rettungsschirm“ sogar noch „gehebelt“ werden!!

Das erinnert mich an George Orwells „Aninmal Farm“: Die Tiere verjagen die Menschen vom Hof, welchen sie ein Leben in Knechtschaft, Quälerei und Vernachlässigung zu verdanken haben. Die Schweine übernehmen die Herrschaft und erliegen den Vorzügen der Macht. Mit dem Slogan „Two legs are bad, four legs are good!“ werden die neuen Unterdrückten eingelullt. Am Ende feiern die Schweine ihre Macht und gehen auf zwei Beinen, während sich für das „normale Tier“ nichts geändert hat, außer dass man nun für die Schweine arbeitet.

(Hier als Trickfilm abrufbar: http://www.youtube.com/watch?v=6MKXgrF9IRc)

Die Banken oder „Finanzmärkte“ sind an allem schuld (Two legs are bad!), nun tanzt man auf zwei Beinen und übernimmt die Tricks der „bösen Spekulanten“:

Man hebelt das Ganze und kreiert undurchsichtige Derivate in Form eines „Lösungspakets“, einem Gesamtkonzept, das der „Bürger auf der Straße“ ebenso wenig mehr durchschauen kann wie die „Finanzinstrumente und -tricks“ der Banken (mit einer Eigenkapitalquote von 2,8% wird eine Bilanzsumme von über einer Billion gestemmt, wenn’s schief geht, lässt man sich von den Steuerzahlern eben retten, den armen Tierchen, die von früh bis spät schuften).

„Wir sind dabei, alles in den Griff zu bekommen!?“

Ach ja, das Mittel der Slogans wird auch publikumswirksam eingesetzt: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!“ (Hat es VOR dem Euro kein Europa gegeben? Wird es NACH dem Euro nicht auch noch ein Europa geben? Ist Europa nicht vielleicht viel mehr als ein Sklave des Euros, für dessen Wohl sich alle unterzuordnen haben? Ist kulturelle Vielfalt etwas Schlechtes? Warum sind Länder wie Schweden oder Norwegen, die dem Euro bewusst nicht beigetreten sind, immer noch nicht gescheitert? Könnte es vor dem Hintergrund des desaströsen Krisenmanagements der letzten beiden Jahre nicht sogar heißen: „Bleibt der Euro, dann scheitert Europa“??)

Fragen über Fragen, aber keine Antworten. „Der Sauerstoff im Raum ist wohl doch zu knapp?“, antwortete Herr Sarkozy einem Journalisten, der sich getraute zu fragen, warum seit zwei Jahren in Sachen „Euro-Rettung“ nichts passiert sei.

Two legs are bad, not all of them??

Zynisch, dass wir tatsächlich von den PIIGs getrieben werden (pig= engl. Schwein, P= Portugal, I=Italien, I= Irland, G= Griechenland. Für Irland bin ich sehr optimistisch, für die anderen nicht so sehr.)

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