Gewinne im Bärenmarkt

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Der STXE 600 Banks Index fällt auch heute weiter: Aktuell minus 4,5%.
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Bis zum Allzeittief ist noch Platz:

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Ich bin immer noch short in diesem Index und kann mich im Prinzip über fallende Kurse freuen: Aktuell gewinne ich 4,5%. Dieses Plus erzielt heute auch mein Short-ETF auf Versicherungsaktien. Mein am letzten Donnerstag gekaufter Dax-Short hüpft heute ebenfalls nach oben.

Doch ich fühle nach wie vor sehr unwohl bei jeglichen Short-Investments.

Was liegt jedoch näher, als in einem fallenden Markt auf weiter fallenden Kurse zu setzen oder sich zumindest von neuen Käufen fernzuhalten, so lange es abwärts geht („Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust!“, singt Xaviar Naidoo so treffend)?

Trotzdem sind wir alle darauf geeicht, dass sich die Entwicklung vom Niederen zum Höheren vollzieht und „alles irgendwie besser“ wird und nicht permanent „schlechter“.
Steigende Kurse stehen für die Verbesserungen, fallende verkörpern das Gegenteil.

Die andere Frage ist jedoch die, ob das, was die Banken „treiben“ tatsächlich eine höhere Entwicklungsstufe darstellt. Glaubt man den Märkten, dann steht das System der letzten zehn bis fünfzehn Jahre vor dem Untergang. Die Theorien Darwins im Hinterkopf könnte man fast annehmen, dass hier ein Selektionsprozess stattfindet.

Dem entgegen steht, dass nicht ausschließlich Finanzaktien fallen, sondern alles, was fallen kann. Wo wird die Lawine ankommen, wann wird sie stoppen?

Sind das bereits Kaufkurse oder werden wir das „Szenario 2008/2009“ nochmals erleiden?

Und da ist je auch noch die „große Politik“, die das, was eigentlich untergehen müsste, mit ihrer Macht erhalten hat und weiter erhalten will.

Nach anderthalb Jahren sinnlos verstrichener Zeit des Redens und nicht Handelns wird nun seit gestern sogar schon über eine „offizielle“ Pleite Griechenlands nachgedacht sowie „mögliche Szenarien“ durchgerechnet!! Man glaubt es kaum, aber selbst ein Szenario wird erwogen, wonach GR aus dem Euro austreten könnte.

Werden die Märkte dies womöglich als Befreiungsschlag werten oder wird es tatsächlich zum fatalen „Dominoeffekt“ kommen, von dem Frau Dr. Merkel ausgeht und welchen bisher niemand angezweifelt hat, nicht einmal die Opposition?

Nun soll die Zeit der Denkverbote vorbei sein, so denkt es sich zumindest Herr Dr. Rösler? (Doch wenn er denkt, er denkt, dann könnte es sein, dass er nur denkt zu denken?? Andere haben das bereits getan, herausgekommen ist bisher leider nichts als die sprichwörtlich heiße Luft, die noch dazu mit dem Geld der Steuerzahler finanziert wird. Könnte es sein, dass das Verb „denken“ nun doch für „handeln“ stehen könnte?? Verben sind „Tätigkeitswörter“, da wären wir wieder bei den „Binsenweisheiten“ angekommen.)
Siehe: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13598856/Roesler-Staatspleite-von-Griechenland-kein-Tabu-mehr.html

Fragen über Fragen und ich werde jetzt zumindest meinen DAX-Short verkaufen.
Sicher ist sicher, denn irgendetwas scheint in der Luft zu liegen- während die von den „üblichen Verdächtigen“ seit mehr als zehn Jahren als „heißer Turn-Around“ angepriesene Aktie der Commerzbank-AG auch heute ein neues Allzeittief markiert:

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=/>“ border=“0″ /><img src=Kaufe ich mir eine Tafel Schweizer Schokolade oder die Aktie der Commerzbank?

Privatanleger haben sich für die Aktie entschieden (zumindest die wenigen, die noch dabei sind und die nichts mehr erschüttern kann). Tatsächlich belegt diese Aktie aktuell Platz 1 der Hitliste der Käufe der Privatanleger.

Sind die Privatanleger nicht vielleicht doch die wirklichen Profis?
Nun, ich hoffe, dass da nicht wieder sehr bald einige sagen werden: „Nie wieder Aktien!“

Ich habe dem nur noch entgegenzusetzen: „Aktie ist nicht gleich Aktie. Mit den „richtigen“ Aktien sind sogar Gewinne möglich.

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