F5 Networks oder auch Goldman Sachs können sich irren

1
1451

Vor einigen Jahren waren die Analysen von Goldman Sachs das Non Plus Ultra, eine Aufnahme auf die „Conviction Buy“ oder „Conviction Sell List“ zeigten ihre Wirkung, da Fondsmanager diejenigen Werte kauften, die Goldman empfahlen und umgekehrt verkauften, nachdem jene in der Gunst der Goldmänner gefallen waren.

In den letzten Monaten konnte man die höchsten Gewinne an den Märkten erzielen, wenn man immer genau das Gegenteil von dem getan hat, was Goldman für richtig hielt.

So geschehen auch bei der jüngsten Verkaufsempfehlung auf F5 Networks. Am 8. Oktober hieß es da:

„Goldman Sachs downgrades F5 Networks, Inc. (Nasdaq: FFIV) from Neutral to Sell, and sees 18% downside to their $80 price target.
The firm said cyclical risks is not reflected in the rich multiple which now stands at 32x, driven by its position as a key Cloud vendor and a significant M&A premium. „However, our analysis suggests that almost 85% of FFIV’s growth has been driven by the cyclical server refresh and share gains, rather than the Cloud build-out. This puts its growth trajectory in 2011, and thus the multiple, at risk,“ the firm notes.” (Quelle: http://www.streetinsider.com/Downgrades/Goldman+Sachs+Downgrades+F5+Networks,+Inc.+%28FFIV%29+to+Sell,+Cites+Cyclical+Risks/6022744.html )

Nun, die F5-Aktie ist nicht auf 80 USD gefallen wie von Goldman in Aussicht gestellt, sondern bis heute auf 115 USD gestiegen.


Wer auch diesmal entgegen der Goldman-Empfehlung nicht ver- sondern gekauft hat, der konnte gut 20% Kursgewinn in wenigen Wochen erzielen.

Auch ich hatte mich an dieser Stelle mit F5 ein wenig beschäftigt (und lag bei Quanmax daneben, was zu meinem Fazit führt, das da lautet, dass Nebenwerte für mich wohl nichts sind und ich diesen Sektor besser meide) . http://www.aktientagebuchblog.de/eine-der-teuersten-cloud-computing-aktien.html

Bei F5 hatte ich aber geschrieben:

„Eigentlich kann man es versuchen, bei diesen Werten auf eine Gegenreaktion zu setzen (vorher jedoch noch ein wenig short gehen??).“

http://www.aktientagebuchblog.de/equinix-als-ausloeser-der-korrektur.html

Ähnlich lief es bei H&R Wasag (bis in den SDAX sollte ich mich also noch trauen).

Die Aktie erklomm gestern ein neues Jahreshoch.

Wie F5 hatte ich auch H&R vor einigen Wochen thematisiert ( http://www.aktientagebuchblog.de/gehoert-das-zur-aktienkultur.html) und auch in dem Fall lagen die Analysten falsch, es macht wenig Sinn, eine Aktie nur deshalb abzustufen, wenn jene für die Banken schlecht handelbar ist. (Für mich ist eine für Banken uninteressante Aktie hochinteressant).

Fazit: Auch Analysten können sich ab und zu einmal irren. Demzufolge brauchen auch wir uns nicht zu grämen, sollten wir ab und an daneben liegen. Es zählt, was unterm Strich herauskommt. Wir erzielen Gewinne mit unseren Gedanken, die Analysten erhalten für ihre ein Gehalt+Bonus. Was ist besser?

1 KOMMENTAR

  1. coole sache, diese seite werde ich wohl ofters mal besuchen… soeben auf die favoriten hinzugefuegt…
    mal schauen ob sich diese seite lang gut haelt danke an den autor an dieser stelle, der sich die muehe dazu
    gemacht hat…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT