Ein Sieg der Vernunft: E10 gestoppt!

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Nobody is perfect, neither am I.

Doch in dem Fall sollte ich richtig liegen und hatte vorsorglich an dieser Stelle vor “Bioethanolaktien” gewarnt und geschrieben:

“ Aber auch die Einführung des neuen Benzins E10 ist ein Grund dafür, dass die Benzinpreise weiter steigen werden, egal ob der Ölpreis fallen oder steigen wird.

Für die Herstellung des neuen Öko-Wunders werden sogar Rohstoffe aus fernen Regionen verwendet, das treibt die Herstellungskosten in die Höhe und führt den positiven Umwelteffekt ad absurdum. Mit dem Ethanol werden, wenn man so will, wertvolle Lebensmittel im Auto verheizt. Das verteuert die Lebensmittel noch weiter. Leiden müssen unter dem Preisanstieg die Ärmsten der Armen, die sich wie akuell in Ägypten zur Wehr setzen, wurden doch die Unruhen maßgeblich durch die zu hohen Lebensmittelpreise ausgelöst. Der grüne Geist im Tank ist also durchaus sehr gefährlich für den Weltfrieden.  Weiterhin ist die Leistungsausbeute geringer als die von Super- oder Normalbenzin, was zu einem Mehrverbrauch an E10 führt und noch dazu könnte es zu Fahrzeugschäden kommen.

Von „Ethanolaktien“ würde ich mich folglich fern halten, denn es besteht die Hoffnung (mehr auch nicht!), dass sich eines Tages die Vernunft durchsetzen wird und auch dieser „grüne Wahnsinn“ wieder gestoppt wird.“ http://www.aktientagebuchblog.de/warum-ist-oel-der-sorte-brent-teurer-als-wti.html

Heute siegt die Vernunft, der „grüne Wahnsinn“, wie ich E10 nannte, erleidet eine Niederlage:

Zitat: „E10 gestoppt: Brüderle will „Benzin-Gipfel“

Berlin – Die Abstimmung erfolgte an der Zapfsäule: Weil die deutschen Autofahrer den neuen Biosprit Super E10 nicht wollten, stoppt die Mineralölindustrie die Produktion. Nun soll ein „Benzin-Gipfel“ das Chaos klären.

Biosprit E10 vorerst gestoppt!

Großer Erfolg für die deutschen Autofahrer: Die Mineralölindustrie steigt bei der weiteren Einführung des umstrittenen Biosprits Super E10 auf die Bremse. “Die Kundenakzeptanz ist nicht da“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard, am Donnerstag in Berlin. Nach Branchenangaben werden vorerst keine weiteren Raffinerien auf die Produktion des neuen Treibstoffs umgestellt.“ (Quelle und weiterlesen auf http://www.ovb-online.de/auto-verkehr/aktuell/auto/biosprit-e10-gestoppt-bruederle-will-benzin-gipfel-1146666.html )

Die Aktie von Crop Energies fällt aktuell um 14%, vom Hoch am 01.03. ist das ein Minus von 27%!


 

 

 

3 KOMMENTARE

  1. So weit ich weiss wären die Rohstoffe auf fernen Ländern zur Ethanolproduktion billiger als die in der EU verwendetetn. Sie dürften aber nur verwendet werden, wenn sie entprechend zertifiziert sind (nachhaltige Produktion). Die Pflanzen, aus denen Ethanol gewonnen wird, sind zudem nicht zum Verzehr geeignet. Sie brauchen daher z.B. auch weniger Dünger als solche. Ausserdem denke ich, dass Spekulationen an den Börsen einen wesentlich grösseren Einfluss auf den Preis auch von Agrarrohstoffen haben. Die dienen im Gegensatz zur Produktion von Ethanol zu nichts ausser zur persönlichen Bereicherung auf Kosten anderer.

    In den Vereinigten Staaten wird bereits größtenteils E10 eingesetzt! Hier geht das natürlich nicht, weil der deutsche Autofahrer trotz reichlich geringen Risikos Angst um sein liebstes Kind hat. Erbärmlich!

  2. Vielleicht ist E10 ja nur der Anlass und nicht der Grund für den Protest der Verbraucher? Indem diese E10 meiden, protestieren sie vor allem gegen die systematische Abzocke der Autofahrer an der Tankstelle. Nun haben diese mit ihrer Verweigerungshaltung seit langem wieder einmal demonstriert, dass sie nicht mehr willens sind, sich ALLES gefallen zu lassen. Wenn man bedenkt, dass das Benzin in den USA zu einem Bruchteil unserer Preise verfügbar ist, obwohl die USA dieselben- wenn nicht sogar viel gravierendere Probleme als wir haben, dann ist der E10-Verweigerungsprotest nicht mehr als die Spitze des Eisberges, in dem Fall der Unzufriedenheit der Autofahrer. (Da muss man noch nicht einmal daran denken, dass die Einnahmen aus der Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer nicht zum Erhalt oder gar dem Ausbau der Verkehrswege verwendet werden, sondern zum Stopfen von Haushaltslöchern oder der „Euro-Rettung“. Trotz der hohen Abgaben auf Kraftstoffe ist kein Geld für die Reparatur der löchrigen Straßen vorhanden.)
    Fazit: Ich werde weiterhin gegen E10 protestieren, indem ich keine Tankstelle anfahre, die das Zeug ausschenkt.

  3. Das Abkassieren und Verwirren der Autofahrer hat Methode. Die ganze E10-„Affäre“ ist jetzt wegen der Katastrophe in Japan in den Hintergrund getreten. Bei der Benzinpreisdiskussion wird allerdings oft vergessen, dass der Staat ca. 85 Cent pro Liter an Steuern kassiert. Mehr als die Hälfte des Benzinpreises sind Steuern. Und je teuerer der Sprit wird, umso mehr Einnahmen werden generiert.

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