Da haben wir den Salat: Weltbank sieht neue Krise

0
1172

Gestern hatte ich noch geschrieben: „Für eine bevorstehende Rezession der Weltwirtschaft spricht u.a. der Baltic Dry Index, der in den letzten Wochen massiv eingebrochen ist und sein 2009er Rezessionsniveau fast wieder erreicht hat: Trotzdem kann auch der DAX 2012 (wie zuletzt in den Rezessionsjahren 2003 und 2009) weiter steigen, denn die Börsen laufen der Realwirtschaft ca. ein halbes Jahr voraus. Der letzte massive Einbruch der Indizes hat bekanntlich im August letzten Jahres stattgefunden.“

Heute kommt die „Weltbank“ mit einer sehr düsteren Prognose heraus:

„Die Weltbank hat ihre globale Wachstumsprognose wegen der Eurokrise kräftig gestutzt und warnt vor einem Absturz der gesamten Weltwirtschaft. Die Eurozone wird dem am Mittwoch in Peking vorgelegten Ausblick zufolge dieses Jahr in die Rezession rutschen. Weltweit erwartet die Weltbank nur noch ein Wachstum von 2,5 Prozent in diesem und 3,1 Prozent im nächsten Jahr. Sollte sich die Krise verschlimmern, würde sie nach Ansicht des Chefautor des Berichts, Andrew Burns, keine Weltregion verschonen. „Das Wachstum in Industrieländern wie auch aufstrebenden Staaten könnte noch weit stärker abstürzen als während der Krise 2008/09„, sagte Burns. Mit 2012 habe ein „schwieriges Jahr“ begonnen.“

(Quelle und weitere Informationen: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Weltbank-malt-duesteres-Bild-article5243606.html )

Fazit: Es kann nichts schaden, wenn man zur selben Einschätzung wie die Weltbank gelangt, nur ein wenig früher.

Ich werde den Depots in „ATB Spekulativ“ auf alle Fälle Put-Optionen zur Absicherung beimischen.

Im Premium Dienst bleibe ich beim „Krisenschutzdepot“, das ich auf alle Fälle im nächsten großen Crash wie zuletzt das „Abgeltungssteuerdepot“ 2008 antizyklisch aufstocken werde.

Auch bleibe ich noch immer bei  meiner These, dass der im Jahr 2000 begonnene große Aktien-Bärenmarkt bis 2020 andauern wird. Trotzdem sollte es bis dahin immer wieder Bärenmarktrallies wie jene von 2003-2007 oder 2009 geben und Aktien, die sich vom allgemeinen Trend abkoppeln werden. Diese zu finden, wird die große Herausforderung für die kommenden 10 Jahre sein.

Nur auf diese Weise dürften im großen Bärenmarkt bis 2020 Gewinne an den Börsen möglich sein.

Dieses Szenario muss immer wieder überprüft werden. Falls sich eine Lösung in der Euro-Frage abzeichnen sollte (am besten die, dass Deutschland aus dem Euro austritt), dann würde der nächste Bullenmarkt nämlich früher beginnen.

Auf alle Fälle zeigt sich, dass der Euro Europa in die erneute Rezession katapultiert hat (die Schuldenorgie war nur durch die Einführung des Euros möglich, weil die „Südstaaten“ auf diese Weise in den Genuss niedriger Zinsen gelangt sind. Der Euro ist an der Misere schuld!). Es zeigt sich immer mehr, dass die schöne Illusion vom Euro der vom Sozialismus gleicht: In der Theorie ist (war) alles eine wunderbare Sache, ökonomisch jedoch nicht machbar.

Der Meinung von Linde-Chef Wolfgang Reitzle schließe ich mich an, der von Norbert Walter nicht.

http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Reitzle-haelt-Euro-Austritt-fuer-moeglich-article5222491.html

Eine Gemeinschaft gesunder „Zwerge“ ist meiner Meinung nach allemal besser als ein am Euro erkrankter Riese, der wöchentlich in die Intensivstation eingeliefert wird, damit er von Dr. Merkel und Herrn Sarkozy am offenen Herzen operiert werden kann. Um z.B. alleine Griechenland in ein wettbewerbsfähiges Indutrieland zu  transformieren, würde es mehrerer Jahrzehnte bedürfen. Die Frage muss allerdings auch gestellt werden, ob das überhaupt sinnvoll sein würde.

Fast könnte man zu dem Schluss gelangen: Bleibt der Euro (in seiner jetzigen Form), dann scheitert Europa?!

Der Euro hat Europa nicht geeint, sondern in eine tiefe Krise gestürzt und damit letzlich Europa geteilt. Das ist bitter, wäre jedoch vermeidbar gewesen, wenn man VOR der Währungsunion ab und zu ein wenig auf die Kritiker gehört hätte.

 

 

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT