Black Friday, Cyber Monday und das Dividendendepot

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Der Black Friday gilt in den USA als der Start in ein traditionelles Familienwochenende und als der Beginn der Weihnachtseinkaufssaison.

Frisch gestärkt durch das traditionelle Truthahnessen am Thanksgiving Day (immer der vierte Donnerstag im November) stürzen sich die Amerikaner auf die zahllosen Schnäppchen, die ihnen die Einzelhändler in den „real existierenden Geschäften“ in den Weg legen- letztere natürlich stets darauf hoffend, dass ihnen der „Schwarze Freitag“- im für sie wahren Sinn seines Namens- endlich die ersehnten schwarzen Zahlen in ihrer Unternehmensbilanz bescheren möge. Während draußen der Kampf um die billigsten Schnäppchen-Angebote tobt (es kann dabei schon einmal zu Prügeleien unter den Schnäppchenjägern kommen, was immer wieder gerne im US-Fernsehen gezeigt wird, nach dem Motto: „Seht her, es ist wie in jedem Jahr!“), herrscht an den Börsenhandelsplätzen wie in jedem Jahr gähnende Leere, niemand interessiert sich in jenen Tagen für den Aktienkauf. Kein Wunder, denn hier scheint es nach über sechs Jahren steigender Preise keine Schnäppchen mehr zu geben…

Draußen Deflation, drinnen Inflation!?

(Erinnern Sie sich noch an die Vorhersagen der Experten? Prophezeit wurde uns eine Phase der Hyperinflation. Die hochverschuldeten Staaten könnten sich nur auf diese Weise „retten“…Oft kommt es anders als gedacht- und doch kann sich jede Entwicklung anstatt linear in konzentrischen Kreisen vollziehen, eine Rückkehr zu längst vergangen Geglaubtem ist demnach oft nur von vorübergehender Dauer…)

 Ob der Black Friday den durch die Konkurrenz im Internet gebeutelten Einzelhändlern in den USA bereits schwarze Zahlen beschert, ist jedoch sehr fraglich.

Traditionsunternehmen wie Macy‘s machen kein Hehl daraus, dass ihnen die Kunden ins Netz entschwinden…

Der Trend in Zahlen: Im letzten Jahr gaben ca. 134 Millionen Amerikaner geschätzt 51 Milliarden US-Dollar während des vier-tägigen Black-Friday-Wochenendes aus, was einer Abnahme um 11 % im Vergleich zum Jahr 2013 entsprach. Im Jahr 2013 waren noch 141 Millionen Käufer in der „realen Welt“ auf Achse, um schnell zuzuschlagen, nachdem sie eines der deflationären Superangebote erspäht haben sollten…

Auf die aktuellen Zahlen bin ich gespannt, erwarte jedoch eine Bestätigung dieses Trends. Morgen ist „Cyber Monday“…

Dass die Aktie von Amazon.com vor diesem Hintergrund ihren Trend hinauf zu immer neuen Höhen fortsetzen wird, wagt derzeit niemand zu bezweifeln. Lediglich wer nachrechnet, wie unrealistisch hoch das Unternehmen an der Börse bewertet wird, dem kommen (berechtigte?) Zweifel daran…

Dass man mit der Charaktereigenschaft, gelegentlich zu zweifeln, dennoch „ansehnliche Gewinne“ im Laufe der Zeit erwirtschaften kann, mag demzufolge ebenfalls angezweifelt werden, keine Frage.

Erstaunlich ist vor diesem Hintergrund das Trendverhalten unseres Dividendendepots, das zuverlässig „am Black Friday“ sein drittes „Black-Friday-Allzeithoch“ in Folge erklommen hat:

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In dem Sinne bin ich heute schon gespannt darauf, ob wir es auch im kommenden Jahr wieder schaffen werden?!

Zur Erinnerung:

Seit 1995 konnte man sich als „Langfristanleger(in)“ in diesen Jahren über Zugewinne seiner Depots im Vergleich zum Vorjahr freuen:

1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015. Oder: In 16 von 20 Jahren war das Jahresende für unsere Strategie ein Grund zur Freude.

(Na ja, die vier „Ausrutscher“ möchte ich dennoch nicht vergessen, mahnen sie uns doch zur Vorsicht und Einsicht, dass der Erfolg keinesfalls garantiert ist und wir dennoch weiterhin fleißig analysieren müssen, um mehrheitlich die „richtigen Werte“ in unsere Depots aufzunehmen…)

Fazit: Jedes Jahr am Black Friday in sein Depot zu schauen, ist vollkommen genug, mehr muss man nicht tun.

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