Altria vor neuer Trendphase?

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Augen auf im Börsen-Dschungel!

Oder:

Warum täglich traden, wenn es auch anders geht?
(Man kaufe die besten Aktien, behalte sie einfach und kaufe sie nach jedem Börsencrash zu.
Was sich so einfach anhört, ist in Wirklichkeit jedoch kaum umsetzbar, wenn es einem nicht gelingt, sich vom täglichen Börsengeschehen so fern wie möglich zu halten, wenn man den DAX als das „Maß aller Dinge“ betrachtet und sich ständig fragt, was „der DAX“ tut, was er demnächst tun könnte, dürfte, würde, sollte… Ehrlich gesagt, ich fühle mich am wohlsten, wenn der DAX nicht steigt, denn dann steigen meine Depots. Umso erstaunter war ich, als ich Warren Buffetts neuesten Brief an seine Aktionäre las, in dem er schreibt: „In starken Börsenjahren wie 2013 hinken wir dem Index hinterher.“)

Nach wie vor sind wir in dieser Aktie investiert:

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Na ja, fast, denn das ist der Langfrist-Chart von Altria (inklusive Philip Morris, die ja als Spin Off seit 2008 separat handelbar sind).

Demnach hätte dieses Langfrist-Investment seit dem Jahr 1970 sagenhafte 150.000*% Gewinn inklusive der Dividendenzahlungen erzielt! (* in Worten: Einhundertfünfzigtausend!!)

Oder:

Wer im Jahr 1970 10.000 USD in Altria investiert und die Dividenden reinvestiert hätte, der hätte heute stolze 15 MILLIONEN USD!

Nun, meine lieben Leserinnen und Leser:

Wer von Ihnen sagt jetzt noch, dass „Dividenden-Aktien“ langweilig sind und man sich besser die „Kursraketen“ ins Depot legen sollte?

Im Nachhinein sind wir alle schlauer oder: „Wenn der Hund nicht ge… hätte, dann hätte er ganz bestimmt den Hasen gekriegt!“

Was spricht dafür, dass die Aktie von Altria ihren Aufwärts-Trend fortsetzen dürfte?

Nun, der Aktie von Altria gelang es, die vergangene Handelswoche auf einem neuen Allzeithoch (ATH) zu beenden (in USD, umgerechnet in EUR müssen wir wohl noch ein wenig auf neue Höchst-Kurse warten). Das „Überspringen“ eines neuen ATH gilt als das „ultimative Kaufsignal schlechthin“. Warum? Logisch, wenn alle im Gewinne sind, dann muss niemand krampfhaft verkaufen, nach dem Motto: „Wenn die Aktie, mit der ich dick im Minus war, doch eines Tages wieder meinen Einstiegskurs erreicht, dann verkaufe ich sie…“

Das neue ATH ist insofern erstaunlich, als dass Altria am vergangenen Donnerstag eher schwache Quartalszahlen gemeldet hat.

Demnach ist der Gewinn im ersten Quartal um 15% eingebrochen.

Allerdings konnte der Konzern die Erwartungen der Analysten übertreffen.
Den Ausblick auf das Gesamtjahr erhöhte das Altria-Management (nun 2,53 bis 2.60 USD je Aktie von zuvor 2,51 bis 2,58), so dass die Aktie- als eine der wenigen- ihren Höhenflug fortsetzen konnte.

Die Fantasie für weiteres Kurspotenzial schöpfen die Investoren aus den Plänen Altrias für „rauchfreie Produkte“ und E-Zigaretten. Diese beiden Trends sollten den Gewinn in den kommenden Jahren kräftig ankurbeln.

Fazit: Die Aktie von Altria bleibt ein sehr gutes (Krisen)Investment. Langfristig sollte es mit dem Kurs weiter aufwärts gehen. Korrekturen sind hier immer gute Einstiegschancen für Langfrist-Anleger.
Da der Kurs eher gemächlich steigt, darf man sich mit den Quartals-Dividenden trösten, die pünktlich alle drei Monate in das Depot eingebucht werden.

Wichtig: Für die Umsetzung der Dividenden-Strategie ist unbedingt ein Konto bei einer Bank oder einem Online-Broker erforderlich, der KEINE Gebühren für das Einbuchen der Dividenden erhebt. (Ein Leser hat mir geschrieben, dass Flatex Gebühren für das Verbuchen der Dividenden abziehen würde. Dann wäre z.B. Flatex hierfür nicht geeignet.)
Meine Erkenntnis lautet:

Sollte ich eines Tages Opa werden (und ich es mir dann noch leisten können), dann würde ich meinem Enkel KEIN Sparbuch schenken, dafür aber ein Aktiendepot mit zehn Aktien vom Kaliber einer Altria! (Und ich hoffe, dass der Kleine dann eines Tages nicht übermütig werden wird…)

Angabe nach §34 WPHG: Ich bin an Altria investiert und werde es bleiben.

 

 

4 KOMMENTARE

  1. Bei Flatex fallen automatisch mit jeder Dividendengutschrift von ausländischen Aktien Gebühren an:
    bis 14,99 Euro Dividendenhöhe sind das 1,50 Euro, ab 15,00 Euro Dividendenhöhe 5,00 Euro pauschal.

  2. Hallo Herr Neupert,

    können Sie denn ein gutes „Dividenden-Onlinekonto“ empfehlen?

  3. Hallo, recht gut klappt es u.a. bei
    1. Targobank (haben sogar die letzte „Google-Enteignung der Aktionäre“ nicht umgesetzt, habe ich gelesen).
    2. ING-Diba
    3. DAB-Bank
    Wie gesagt, es gibt sicherlich noch andere. Wer mit einer Bank gute Erfahrungen bezüglich der Dividenden gemacht hat, kann es hier gerne posten.
    Danke im Voraus.

  4. Danke für Ihren Hinweis, das könnte einige Leser(innen) interessieren.

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