Aktientagebuch Dividendendepot: Der Stand der Dinge

Aktientagebuch Dividendendepot: Der Stand der Dinge

Am Wochenende habe ich die ausgezahlten Dividendenerträge eingebucht.

Die Depotwerte des „neuen Dividendendepots“ verhalten sich wie gewünscht:

Erfolg [%] nicht real.:

Aktie   1: +17,49%, Aktie   2: +17,19%, Aktie   3: +15,93%, Aktie   4: +13,92%, Aktie   5: +11,87%

Aktie   6:   +9,43%, Aktie   7:  + 8,11%, Aktie   8:   +7,54%, Aktie   9:   +4,13%, Aktie 10: –  1,52%

Aktie 10:   -5,69%

(Trend des Gesamtdepots: Weitere Kursgewinne zu erwarten.)

Aktie 10 ist eine „Ölaktie“, die auf Grund der negativen Erwartungen an den Ölpreis gefallen ist. Jedoch beträgt die aktuelle Dividendenrendite über 5% p.a.. so dass sich der Buchverlust relativiert.

Doch man kann viel schreiben. Anschaulicher ist für mich der Blick auf den Verlauf des Gesamtdepots:

dividendendepotvgldax

Als Vergleichsindex habe ich den DAX-Performance-Index gewählt, also den „Schummel-DAX“, in den die ausgezahlten Dividenden (anders als bei anderen Indizes) berücksichtigt werden (natürlich ohne den Abzug von „Abgeltungssteuer“ und Co, damit der Besch… noch größer wird.) Die Kritiker können nun anbringen, dass ja die meisten DAX-Unternehmen noch keine Dividenden gezahlt haben. Stimmt.

Da immer wieder Leser(innen) danach fragen:

Wie schätze ich „den DAX“ ein? Was ist von der Meinung der Experten zu halten, die uns täglich aus den deutschen Börsen-TV-Sendern entgegnen, dass „der DAX bereits sehr gut gelaufen sei“?

Nun, ich denke: Der DAX ist über 12 Jahre lang sehr schlecht gelaufen und es besteht die Gefahr, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte:

daxkurs04_19_13

Der DAX-Kursindex (DAX ohne eingerechnete Dividendenzahlungen) notiert immer noch meilenweit von seinem letzten ATH entfernt, das er im März 2000 markiert hatte. „Gut gelaufen“ sieht für mich anders aus.

Ist der DAX jetzt „historisch betrachtet zu billig“?

Nun, das „DAX-KGV“ ist so niedrig wie nie, doch das KGV einiger der besten DAX-Werte ist alles andere als historisch billig (Beiersdorf: 28,5). Und wie berechnet man das KGV z.B. der „Commerzbank“?? Fließt auch ein negatives KGV in die Berechnung des „DAX-KGV“ ein und wenn ja, wäre dann „ein supernegatives KGV“ dieser „Verlustbringer-Unternehmen“ besser für die Gesamtbewertung des DAX, der ja dann noch billiger und deshalb „noch kaufenswerter“ wäre?

Macht es überhaupt einen Sinn, den „gesamten DAX“ zu kaufen, also auf diese Weise auch die Unternehmen, die man „einzeln“ nicht kaufen würde/sollte- aber einige Zocker doch kaufen, da sie einen „Turn Around“ sehen, bei der CoBA seit 20 Jahren oder so?? Überhaupt ist das KGV nur dann „zu niedrig“, wenn sich die Gewinne erhöhen oder zumindest gleich bleiben. Doch wenn die Gewinne einbrechen sollten, dann würden die KGVs wieder steigen. Ich halte relativ wenig von der KGV-Argumentation.

Wo steht der DAX am Jahresende?

Es ist mir so ziemlich egal und ich habe keine Ahnung, wo er stehen könnte.

Wird der DAX neue ATH übersteigen?

Nun, der Performance DAX wohl so schnell nicht, der „Schummel-DAX“ vielleicht.

Ich bleibe doch lieber bei meinen Strategien, zu denen auch die Dividenden-Strategie gehört:

Berücksichtigt habe ich bei den Buchungen weiterhin die Transaktionsgebühren (7,95 EUR für einen Onlinebroker). Als Sparer-Freibetrag habe ich 300 EUR p.a. eingetragen. (Diesen dürfte wohl die Masse der Kleinanleger noch übrig haben, zumal die Zinsen gegen Null tendieren, woran sich auch so schnell nichts ändern dürfte??)

Investiert bin ich im neu aufgelegten „Dividendendepot“ aktuell zu 58,98%, liquide halte ich 41,02%. Über einen Crash, um meine „Dividendenlieblinge“ preiswert nach- oder neu kaufen zu können, würde ich mich also sehr freuen.

Eine limitierte Kauf-Order ist offen. Jene Aktie hat von ihrem ATH bereits knapp 15% abgegeben, die Div.Rendite beträgt auf dem aktuellem Kursniveau ca. 4%.

Das „Dividendendepot“ (Zur Strategie siehe HIER) führe ich als Zugabe zum Premium Dienst in Form eines Blogs, für das die Leser(innen) das Passwort erhalten.

Das Interesse daran ist sehr bescheiden, was mir zeigt, dass ich wohl ganz gut mit meinen Ideen liege, denn die breite Masse soll angeblich oft falsch liegen?? (Na ja, man muss sich ja ein wenig trösten…)

 

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